Basement, Köln, 15.01.2019

Fans und Freunde des gepflegten Pop-Punks konnten sich gleich zu Beginn des Jahres auf ein echtes Highlight freuen: Basement starteten 2019 mit einer Europatour, ihr im Oktober erschienenes Album “Beside Myself” im Gepäck. Vom 15. bis zum 23. Januar waren sie in Deutschland unterwegs.

Der Tourauftakt der Engländer findet an einem Dienstagabend in der fast ausverkauften Kantine statt. Für die musikalische Einstimmung sorgen die PunkockerInnen Muncie Girls, gefolgt von Culture Abuse, die vermutlich am ehesten irgendwo im Hardcore-Indie einzuordnen wären.


Als Basement schließlich die Bühne betritt, ist die Erwartung groß. Musikalisch überzeugt die fünfköpfige Gruppe auf ganzer Linie. Die Freude währt allerdings nur kurz: Nach gerade mal 55 Minuten Spielzeit verlassen Basement die Bühne und kommen selbst für die vielfach geforderte Zugabe nicht wieder nach vorne.


Ob das am teilweise sehr übergriffigen Publikum liegt, das zum einen abseits der großen Hits nicht besonders textsicher auftritt und zum anderen mehr Spaß an kunstvollen Salti von der Bühne hat und die Band in wilden Stage Diving-Aktionen öfter mal in ihrer Performance stört, bleibt offen. Schlussendlich steht allerdings fest, dass sich das Kölner Publikum als wenig rücksichtsvoll und dankbar präsentiert – und das, obwohl die musikalische Darbietung der englischen Pop-Punker mal wieder nichts zu wünschen übrig lässt.

Anna Ibelshäuser

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