Uncle Acid & The Deadbeats – 08.12.2018 – Köln, Luxor

Am 8.12. bekam das Kölner Luxor Besuch der düsteren Psychedelic Band Uncle Acid & The Deadbeats. Durch die Unterstützung des kalifornischen Frauentrios, bekannt unter dem Namen L.A. Witch, wurde der Abend eingeläutet. Die aus der amerikanischen Westküste stammenden Ladies spielen einen Mix aus Garage- und Psychedelic Rock.

Zugegebenermaßen hat Psychedelic auch sehr viel mit Geschmackssache zu tun. Für die einen ist es monotoner Garage Rock, der einem schnell das Gefühl von Langeweile vermittelt. Für die anderen ist es cooler Doom-Psychedelic, der einen in eine andere Welt katapultiert und für einen Moment den Alltag ausblenden lässt. Die drei Amerikanerinnen jedenfalls sind ein cooles Powertrio mit schleppenden Gitarrensounds, zu deren Songs mit heruntergekurbeltem Fenster bei strahlendem Sonnenschein die Route 66 entlang gefahren werden möchte.

Während des Gigs der L.A. Witches standen viele Reihen des Luxors noch leer. Dieser Zustand änderte sich allerdings schlagartig als der Hauptact die Bühne betrat. Dass der Club bereits vorab ausverkauft war, machte sich schnell bemerkbar. In den ersten Reihen tummelten sich Metalheads mit langen Haaren, während die letzten Reihen mit einem Publikum gefüllt waren, welches der Bar mehr Aufmerksamkeit schenkte als der Band. Die vier Briten betraten die Bühne, zwei der Herren sogar mit Absätzen, die wahrscheinlich höher als die jedes anwesenden Frauenschuhs waren, die Gitarren setzten an und im Hintergrund startete der, im Vorfeld bereits groß angepriesene, Psychovisionscreen mit seinen unterschiedlichen und abgefahrenen Visuals. Uncle Acid waren in ihrer eigenen verstörenden Welt und so auch die Fans in den vordersten Reihen.

Ansagen der Band gab es so gut wie keine – was aber auch ok war, da dies alles in das Gesamtpaket der Show passte. Die Briten schaffen es, dem psychedelischen Sound eine besondere Note zu verleihen. Das mag wohl auch daran liegen, dass ihre Musik durch verschiedene Einflüsse bestimmt wird. Da steckt etwas von Black Sabbath und Neil Young, aber auch von den Beatles und The Kinks mit drin. Somit finden sich auch im Fankreis Freunde verschiedener Genres wieder. Das Publikum war begeistert und belohnte die Band nach jedem Lied mit einem saftigem Applaus. Wer sich zum Abschluss noch eine Platte als Andenken mitnehmen wollte, musste leider enttäuscht werden. Diese waren bereits ausverkauft. Besser hätte das Tourfinale in Deutschland für Uncle Acid & The Deadbeats wohl nicht enden können.

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Fotos: Christian Gschwilm

Julia Kimmerle

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Julia Kimmerle

Musikliebhaberin. Bevorzugt alles mit und um Rock.