Desasterkids – 13.09.2018 – JuHa West, Stuttgart

Heiß, wild, laut.

Für einen guten Konzertabend ist nicht relevant wie groß ein Raum oder eine Halle ist. Ein Publikum, das von Anfang an mit dabei ist und mitmacht und Acts und Zuschauer, die gemeinsam auf einer Wellenlänge feiern können, sind die richtigen Zutaten, die es für einen gelungenen Konzertabend braucht. Für die Erzeugung dieser Atmosphäre ist ein kleiner Raum eines Jugendhauses bestens geeignet.

Desasterkids luden vergangenen Donnerstag im Juha West in Stuttgart im Rahmen ihrer Superhumantour zum Mitfeiern ein. Lokale Unterstützung gab es von den Stuttgarter Freunden Where eternity ends und Venues. Letztere begleiteten die Berliner Band auch noch auf drei weiteren Tourterminen.

Das Warm-up zum Wochenende mit Gigs dreier Bands inklusive Umbau- und Soundcheckpausen zwischendurch vermittelte am Donnerstagabend fast schon Festivalgefühle. Springen, Circle Pits, Moshpits, Headbangen, Schreien, Klatschen und Tanzen brachten das Publikum ordentlich zum Schwitzen. Wer das Juha am Ende des Abends verließ hatte sein tägliches Workout erfüllt.

Where eternity ends

Die fünfköpfige Metalcore-Gruppe läutete den Abend ein und brachte bereits ab Beginn das Publikum zum Moshen und Tanzen.

Venues

Post-Hardcore gab es an diesem Abend von den sechs Stuttgartern. Klarer Gesang der Frontfrau Nyves wechselt sich hier mit den Shoutings ihrer männlichen Bandkollegen ab.

Desasterkids

Nach den ersten beiden Konzerten schlug es bereits nach 22 Uhr und das Publikum war bereits gut durchgeschwitzt und durchgeschüttelt. Desasterkids hatten mit etwa einer Stunde als Mainact des Abends eine etwas kurze Spielzeit. Bei zwölf Euro Eintritt wäre dies allerdings Jammern auf hohem Niveau, denn Fans der härteren Genres kamen an diesem Abend definitiv auf ihre Kosten.

Die Superhumantour ist die erste Headlinertour der Berliner. Neben den Songs der Superhuman-Platte und ein paar älteren Songs, präsentierte die Band auch zwei Akustikversionen. Bei diesen Songs, die von Iain Duncan gesungen und gespielt wurden, bat er das Publikum um visuelle Unterstützung durch Handylichter oder („wie in den 90ern“) auch durch Feuerzeuge. Der Song “Dead on the inside” bewies, dass die Berliner nicht nur laute Shoutings von sich geben können, sondern auch leise starke Stimme besitzen.

Vier Termine der Superhuman-Tour stehen noch an. Das Finale wird am 29.09 in der Heimatstadt Berlin gefeiert. Als besonderes Goodie gibt es etwa eine Stunde vor jedem Konzertbeginn der Tour ein Meet & Greet mit den Desasterkids. Früh kommen lohnt sich also doppelt.

21.09. – Oldenburg Amadeus
26.09. – Hannover Lux
27.09. – Wiesbaden Schlachthof
29.09. – Berlin Musik und Frieden

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Foto: Pressefreigabe

Julia Kimmerle

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Julia Kimmerle

Musikliebhaberin. Bevorzugt alles mit und um Rock.