Ata Kak – 26.04.2017 – Köln, Gewölbe

Ende April leitete für Kölner Nachtschwärmer Endorphinkönig Ata Kak mit seiner energiegeladenen Show im Kölner Gewölbe den Sommer ein. Wir waren dabei.

Eingeleitet wurde der Abend im Gewölbe von niemand geringerem als Beatbastler Twit One, der vom verwöhnten Kölner Publikum aber nicht wirklich wertgeschätzt wurde. Das könnte unter anderem aber auch daran liegen, dass die Zuhörerschaft erst kurz vor Beginn der Show eintrudelte. Spätestens als Ata Kak mit seiner Band die Bühne betrat, waren die Gewölbegänger aber dann doch alle an Ort und Stelle. Der tosende Begrüßungs-Applaus ließ einen Vorgeschmack auf das bevorstehende Szenario vermuten. Ata Kak, bürgerlich eigentlich Yaw Atta-Owusu, ist ein Mitte 50-jähriger Herr, der vor lauter positiver Energie zu leuchten scheint. Dass neben diesem riesigen Charisma noch Platz auf der Bühne für die Band, bestehend aus Joe Armon-Jones, Esa Williams und Binisa Bonner blieb, ist kaum zu glauben. In energiegeladenem, harmonischem Zusammenspiel entführten die Musiker die Zuhörerschaft mit satten Beats und unendlich motivierenden Melodien in absolute Euphorie. Im Kölner Gewölbe wurde an diesem Abend ekstatisch getanzt, geklatscht und gesungen – auch wenn hier wohl die wenigsten nur ansatzweise verstanden haben, was der Ghanaer da in seiner Muttersprache eigentlich so sang. Aber was soll’s? Sicher ist, dass die Lofi- Beats des Westafrikaners auch nach gut zwanzig Jahren nicht an Energie verloren haben. Umso glücklicher können Musikliebhaber sich wohl schätzen, dass der US-Amerikaner Brian Shimkovitz vor 15 Jahren auf einer Ghana-Reise auf Ata Kaks Musik gestoßen ist. Der eingängige Sound mit garantiertem Ohrwurmpotential beeindruckte Shimkovitz dermaßen, dass er sich auf die Suche nach dem Musiker begab, um ihn unter Vertrag zu nehmen. Ein paar Jahre später wurde “Awesome Tapes From Africa” ins Leben gerufen. Zunächst als Musik-Blog gemeint und inzwischen zu einem Plattenlabel herangewachsen, lässt sich hier einiges an wahnsinnig innovativer, erfrischender Musik finden, die auch in Köln die Leute zum Schwitzen, Tanzen und Feiern brachte.

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Maria Starfeld

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