Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi – Das nullte Kapitel

„Erst wenn der letzte Beat gedroppt, die letzte Hook gebitet und die letzte Line gepuncht ist werdet ihr feststellen, dass man Rap nicht essen kann.“

Käptn Peng hat wieder eingeladen. Eingeladen in Das nullte Kapitel, in das Land seiner fantastischen Märchen, seiner wundersamen Lyrics, seiner unbeschreiblichen Gedanken. Musik wird dabei wie bereits gewohnt von den sogenannten Tentakeln von Delphi beigesteuert. Diese passt dabei zu Pengs Texten wie die Faust aufs Auge, wie schon bei dem beliebten Vorgänger Expedition ins O.

Die Einleitung ist dieses Mal eine kurze, gesprochene Geschichte, die Ton und Thema des Albums ziemlich passend vorgibt. Natürlich gibt es wieder Monster, Wunder und den Homo Sapiens Sapiens. Zahlen, Labyrinthe und das Alphabet. Ganz wie bereits auf seinen vorangehenden Alben erzählt Käptn Peng die verrücktesten Geschichten und regt dabei an mancher Stelle auch zum Nachdenken an. Neu hierbei: Gesellschaftskritik, die wesentlich unverblümter ist als vielleicht zu erwarten war. Im Song „Gelernt“ geht es um die Rolle der Frau in unserer Gesellschaft. Ganz ohne Metaphern und fantasievolle Erzählungen wird direkt an die Frau appelliert, aus dem Muster auszubrechen und sich selbst treu zu sein. Käptn Peng nimmt die Rolle des Sozialkritikers erstaunlich gut an und macht den Song zu einem der besten des nullten Kapitels.

Musikalisch wird ein angenehmer Mix aus altem und neuem geboten. Die Tentakel von Delphi begeistern weiterhin mit ihren Gitarren, treibenden Drums und zu Instrumenten umfunktionierten Alltagsgegenständen. Dazu kommen allerdings auch öfter Synthesizer hinzu, welche die Beats gut ergänzen.

Bei allem Lob muss man allerdings auch sagen, dass es auch schwächere Passagen auf der LP zu finden gibt. In „Neue Freunde“ etwa kommen eine schwache Melodie und ein nicht gerade überzeugender Text zusammen. Diese Songs sind aber in der eindeutigen Unterzahl und finden zum Beispiel mit „Meister und Idiot“, „MC HomoSapiensSapiens“ oder „WobWobWob“ Gegenstücke, die unterhaltsam, witzig und absolut tanzbar sind.

Wer bereits in Das nullte Kapitel reingehört hat möchte sich Käptn Peng und Die Tentakel von Delphi sicherlich live anschauen. Kein Problem, denn mit dem Release des Albums begann auch die Tour zu selbigem. Im Rahmen dieser Tour werden sie sogar auf dem Sziget Festival in Budapest auftreten, doch, keine Sorge, auch in eurer Stadt. Die Daten findet ihr unten.

Tour:

23.05.2017 – Köln, Palladium
24.05.2017 – Wiesbaden, Schlachthof
25.05.2017 – München, Muffathalle (ausverkauft)
26.05.2017 – Zürich, Dynamo (CH) (ausverkauft)
27.05.2017 – Wien, WUK (AT) (ausverkauft)
09.08.2017 – Budapest, Sziget Festival (HU)
10.08.2017 – Würzburg, Posthalle
11.08.2017 – Rees-Haldern, Haldern Pop
12.08.2017 – Jena, Kulturarena
11.10.2017 – Wien, Arena (AT)
12.10.2017 – Wien, Arena (AT) (ausverkauft)
13.10.2017 – Wörgl, Komma (AT)
14.10.2017 – Salzburg, Rockhouse (AT)
15.10.2017 – Linz, Posthof (AT)
17.10.2017 – Dresden, Alter Schlachthof
18.10.2017 – Rostock, M.A.U. Club
19.10.2017 – Bremen, Schlachthof
20.10.2017 – Dortmund, FZW
08.12.2017 – Graz, Orpheum (AT)

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Alexander Mann

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Alexander Mann

Alexander, 21, Student. Indie, -pop, -rock, -tronic, -folk usw. Außerdem gerne vieles weiteres von Hip-Hop bis Metal.