Maxïmo Park – Risk to Exist

Mit Risk to Exist kehren Maxïmo Park zu ihrem alten Sound zurück, als wären sie nie weg gewesen

Vor drei Jahren veröffentlichten Paul Smith und Co. ihr fünftes Album, Too Much Information. Mit diesem wagten sie sich tiefer in andere Genres hinein als jemals zuvor. Zu hören waren unter anderem starke Einflüsse des Synth-Pop, was dazu führte, dass die E-Gitarre, die seit jeher das Kernstück des Indie-Rock der Briten war, aus dem Fokus rückte.

Mit Risk to Exist steht jetzt fest, dass Too Much Information eher ein Ausreißer als ein Wendepunkt war; auf ihrem neuen Album präsentieren Maxïmo Park wieder elf Stücke Musik, die unverwechselbar aus der Feder des Quartetts aus Newcastle stammen. Die besten Beispiele sind „Get High (No I Don’t)“, „What Equals Love“ und „Work and Then Wait“.

Etwas schade ist es schon, dass die Band den Ansatz des letzten Albums nicht weiterverfolgt hat. Dieser hat tatsächlich frischen Wind in ihren eher eingängigen Veröffentlichungsrhythmus gebracht und Maxïmo Park musikalisch wieder interessant gemacht. Die Lieder der neuen LP hingegen sind zwar nicht schlecht und wachsen mit jedem Mal Hören, doch Neues wird hier vergeblich gesucht.

Wird Risk to Exist auf seine einzelnen Songs heruntergebrochen, so sind einige wirklich gute, doch keine umwerfenden Songs zu finden. „What Equals Love“ und „Risk to Exist“ probieren, die ehemalige Größe zu erreichen, doch schaffen es nicht. Das soll wiederum nicht heißen, dass es kein gutes Album geworden ist. Langjährige Fans kommen hier definitiv auf ihre Kosten und viele werden sicherlich erleichtert sein, dass kein Too Much Information Vol. 2 veröffentlicht wurde. Neue Fans werden hiermit allerdings nicht gewonnen werden.

Im Endeffekt bleibt Risk to Exist ein mehr als solides Werk, aus dem sich mehrere Songs durchaus ihren Weg in das feste Repertoire einer Maxïmo-Park-Liveshow bahnen können.

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Alexander Mann

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Alexander Mann

Alexander, 21, Student. Indie, -pop, -rock, -tronic, -folk usw. Außerdem gerne vieles weiteres von Hip-Hop bis Metal.