Blaudzun – Jupiter, Part II

Mit dem zweiten Teil seiner Trilogie kann Blaudzun nicht mehr so sehr begeistern wie mit dem Vorgänger

Blaudzun kennt man mittlerweile als einen der bekanntesten Singer/Songwriter der Niederlande. Etabliert hat er sich in BeNeLux mit seinem Indierock schon vor Jahren – momentan arbeitet er an einem neueren, fortlaufendem Projekt mit einem relativ simplen Konzept: drei zusammenhängende Alben, die aus jeweils neun Songs bestehen und in rascher Reihenfolge nacheinander veröffentlicht werden. Jupiter, Part II steht jetzt also schon beinahe einen Monat lang in den Regalen der Plattenläden und obwohl es eingängig klingt, lässt es Zweifel bezüglich des finalen Parts aufkommen.

Wo der erste Teil noch von interessanten Melodien gefüllt war, neigt der aktuelle eher zu Wiederholung und Eingängigkeit. Natürlich ist Blaudzuns Charakter noch mehr als deutlich heraus zu hören, doch irgendetwas ist es, das Part II nicht mehr so spannend klingen lässt wie seinen Vorgänger. Ähnlich wie das Cover des Albums, welches ein schwarzes Gegenstück zu dem Bunten Motiv von Jupiter, Pt. I ist, klingt die LP beinahe schon wie die B-Seiten zu ebendiesem.

Ganz so extrem ist es natürlich nicht, doch noch bevor es einen dritten Teil zu hören gibt kommt der Gedanke auf, dass der Niederländer lieber ein starkes Album mit zwölf bis 15 Songs und ein weniger starkes B-Seiten-Album aus seinem Material gemacht hätte. Ein Doppelalbum ist in der Musikwelt längst nichts besonderes mehr, dem ganzen jedoch noch einen draufsetzen zu wollen wirkt wie ein unnötiges Vorhaben, bieten sich doch heutzutage vielseitige andere Möglichkeiten, seine Musik zu veröffentlichen und zu promoten.

Bevor allerdings über das Gesamtwerk geurteilt werden kann muss der letzte Teil abgewartet werden. Vielleicht ist Part II einfach bloß das schwache Mittelglied, doch ob dem so ist wird sich in absehbarer Zeit in Form von Jupiter, Part III zeigen.

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Alexander Mann

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Alexander Mann

Alexander, 21, Student. Indie, -pop, -rock, -tronic, -folk usw. Außerdem gerne vieles weiteres von Hip-Hop bis Metal.