Rhonda – Wire

Hamburger Soul meets Filmorchester

Im Jahr 2012 löste sich die Rockband Trashmonkeys auf. Aus dieser Auflösung entstand das neue Bandprojekt Rhonda. Plötzlich war die ehemalige Bassistin der Trashmonkeys Mio Milone als Sängerin im Vordergrund. Dass sie sehr gut singen kann, hat sie schon auf dem Debütalbum “Raw Love” bewiesen.  Doch 2017 will die Hamburger Band wohl noch höher hinaus.

Denn im November letzten Jahres war die Band um Mio Milone zu einem gemeinsamen Gig mit dem Babelsberger Filmorchester in Potsdam geladen. Zusammen mit dem Orchester konnten einige Songs der neuen Scheibe “Wire” geprobt werden.  Beim Proben ist man wohl scheinbar drauf gekommen, gleich das ganze Album mit dem Orchester aufzunehmen.

Das hat auch wunderbar geklappt. Durch das Orchester bekommt das zweite Album der Hanseaten einen cineastischen Touch, der vor allem an gute alte James-Bond-Hits erinnert. Besonders begeisternd sind dabei die Stücke “Don´t Boy”, “Offer” und “Paws”. Das Quintett harmoniert einfach perfekt mit dem Orchester.

Natürlich bietet “Wire” nicht nur filmsoundtrackähnliche Kost, sondern auch jazzige und entspannte Stücke. Wenn auch der Titel “Doomsday” wörtlich genommen nicht gerade beruhigend klingt, ist es in Wirklichkeit eines der chilligen Glanzstücke der Platte. Vor allem kommt die Stimme der Frontfrau hier voll zur Geltung.

“When You Find Out” könnte dagegen genauso gut aus der Feder einer britischen Indierock Band stammen.  Allein das zeigt schon die musikalische Vielseitigkeit von Rhonda. Im Vergleich zum Vorgängeralbum “Raw Love” hat man sich also sowohl musikalisch als auch beim Songwriting nochmal gesteigert. Das Orchester gibt dann noch ein paar Bonuspunkte dazu.

Interessant wird es nun halt, wie die Songs der neuen Platte live funktionieren werden. Ein ganzes Orchester wird man wohl nicht in die kleinen Indieklubs Deutschlands hineinquetschen können. Nichtdestotrotz macht die Platte natürlich Lust auf die Tour.

Homepage

Facebook

RHONDA Wire Tour:

02.03. München – Kranhalle
03.03. Karlsruhe – Hackerei
04.03. Tübingen – Sudhaus
14.03. Düsseldorf – ZAKK
15.03. Hannover – Bei Chez Heinz
16.03. Berlin – Frannz Club
17.03. Hamburg – Fabrik
25.03. Bremen – Lagerhalle

Daniel Guggeis

About author

Daniel Guggeis