Suff Daddy & The Lunch Birds – 20.11.2016 – Köln, Yuca

Mittlerweile haben Suff Daddy & The Lunch Birds ihre zweiwöchige Tour beendet. Wir schauen zurück auf ihren gemeinsamen Auftritt am 20.11.2016, an dem sich Fans von Hip Hop Beats und Jazz/Soul-Klängen in der Kölner Yuca eingefunden hatten um genau diese zu feiern. Erstmalig trat Suff Daddy mit einem kompletten Live-Set auf, bei dem er durch zwei Musiker, seine Lunchbirds, auf der Bühne unterstützt wurde.

Der Sonntag Abend begann mit einem Set von Beatbastler Twit One aka. Tito Wun aka. Twit Uno und brachte die Menge in der gut gefüllten Location schon zum grooven. Twit One zählt schon seit Jahren zur Kölner Hip-Hop Szene, in die sich neben ihm noch Suff Daddy, Fleur Earth und Huss & Hodn einreihen und somit vielleicht viel beachtlicher ist, als manch einer denkt.

twit

Mit Tunes aus seinem 2011er Album Stepping Stones und dem 2015er The Sit-In bewies er auch an diesem Abend seinen spielerisch-humorvollen Umgang mit der Bandbreite aus nostalgischen Soul/Funk-Jazzklängen und satten Hip-Hop Beats. Ein gefundenes Fressen für alle Liebhaber des Kopfnicker-Moves. Dass die Tanzeinlagen des Publikums sich sowohl beim Opener Twit One als auch beim Hauptact Suff Daddy & The Lunch Birds auf das Minimum reduziert zeigten, machte an diesem Abend aber keine Aussage über die Qualität der Musik, viel eher war die steigende Trägheit des Publikums den vermehrt aufsteigenden Rauchwölkchen im Saal zuzuschreiben.

Nach einer kurzen Wartezeit betraten dann Suff Daddy & The Lunch Birds die Bühne um die neue Platte Birdsongs vorzustellen. Gemeinsam mit Trommeltobi am Schlagzeug und Hendrik Stiller am Keyboard wurden neue Songs wie ,,Piano Joint”, ,,What We Do” oder ,,Macrowave” präsentiert. Wie schon bei seinen Vorgänger Alben setzt Suff Daddy auf der Birdsongs Platte auf keine bis minimale Vocals, der Wahlberliner produziert vorzugsweise beatlastig und dennoch verspielt. Die vielfältigen Einflüsse lassen sich auch an diesem Abend nicht überhören –  da treffen verspielt funkige Klänge auf entspannte 90er HipHop Rhythmen.

Aber auch alte Klassiker des Beatproduzenten wurden an diesem Abend preisgegeben. Insgesamt spielten die drei Musiker ihr Live-Set über eine Stunde lang und konnten sowohl durch die bereits erwähnten Old-School Hip-Hop Beats, als durch einwandfreie Jazzeinlagen an Drums und Keyboard überzeugen. Besonders das lässige Klavierspiel von Hendrik Stiller, der es zwischen virtuosen Einlagen immer wieder schaffte sich eine Zigarette nach der anderen zu drehen, begeisterte das Publikum. Zufrieden und teilweise immer noch mit einem Kopfnicken verließen die Zuhörer nach einem langen und ausgiebigen Applaus für Twit One und Suff Daddy & The Lunch Birds die Kölner Yuca um dem Motto zu frönen: Take’em to the Kiosk. Typisch Köln halt.

Links:

Twit One

Facebook
Bandcamp

Suff Daddy

Facebook
Bandcamp

Fotocredits: Daniel Koch

 

Maria Starfeld

About author

Maria Starfeld