Beirut – 13.07.2016 – Palladium, Köln

Die Zusage, dass Charlie Cunningham das Konzert von Beirut eröffnen sollte freute nicht nur uns, sondern offenbar auch ihn: während seines kurzen Sets erklärte er dem Publikum, dass er Beirut selbst noch nie live gesehen habe und großer Fan sei. Die Möglichkeit, für diese Band ein Konzert zu supporten wäre für ihn deshalb ein großer Punkt in seiner noch jungen Karriere. Seine Performance kam leider nicht ganz an die in der Kulturkirche heran, er wirkte insgesamt etwas zurückhaltender – was im ausgefüllten Palladium allerdings auch kein Wunder ist. Trotzdem gab er alles und konnte die Zuschauer schnell für sich gewinnen. In unsere Herzen hat er sich ja sowieso schon vor Monaten gespielt.

Der Kontrast zwischen den Live-Spielweisen von Haupt- und Supportact war dann allerdings nicht unwesentlich: während Charlie sein Spiel im Gegensatz zu den EPs reichlich variierte und somit seinen Auftritt interessant machte, blieben Beirut ihren Liedern durchweg treu und spielten sie genauso wie man sie von Platte kennt – ein wenig schade, denn auch die Kommunikation mit den Fans war sehr spärlich, was das Konzert zeitweise etwas zäh und auch trocken werden ließ. Allerdings half da die oft kurze Dauer der Lieder, von der hohen Dichte qualitativ hochwertiger Songs mal ganz abgesehen. Dennoch würde gerade zum interkulturellen Stil Beiruts ein wenig Variation oder Improvisation wunderbar passen, besonders wenn man sich überlegt, dass Frontmann Zack Condon auf der Bühne nicht nur sang, sondern auch Trompete, Ukulele und Synthesizer spielte.

Aber im Endeffekt möchten wir die Qualitäten der sechs Musiker, die sich selbst Beirut nennen, hier nicht in den Dreck ziehen.Die Band spielte vollkommen solide und fehlerfrei einen tollen Song nach dem anderen und konnten ihre Fans aus Köln damit vollauf zufrieden stellen. Als Anhänger der Band kam man auf jeden Fall auf seine Kosten.

Facebook: www.facebook.com/beirutmusic
Homepage: beirutband.com

Foto: Shawn Brackbill

Alexander Mann

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Alexander Mann

Alexander, 21, Student. Indie, -pop, -rock, -tronic, -folk usw. Außerdem gerne vieles weiteres von Hip-Hop bis Metal.