Strangle The Cake. – 14.05.2016 – Bonn, SUEDE

Strangle the Cake. ist noch eine Cover-Band aus Bonn, die sich jedoch hohe Ziele gesteckt hat. Das hörte man auch bei ihrem ersten offiziellen Auftritt in der Rocker-Kneipe SUEDE.

Die Gruppe versuchte das, was jede Covergruppierung und jeder Newcomer versuchen sollte: ein breites Genrespektrum abzudecken. Die Songlist von Strangle the Cake. ließ darauf schließen, dass sie noch viel mehr vor haben. Aber auch, dass vor der fünfköpfigen Band noch ein langer Weg liegt. Für ihren Auftritt in der gerammelt vollen Kneipe suchten sie sich Songs aus, die im Original ziemlich hohe Maßstäbe setzen.

Die Ballade “The Kill” von 30 Seconds To Mars oder der Klassiker „Smells Like Teen Spirit“ von Nirvana, aber auch Paramore und „The Pretender“ setzten die Jungs mit Sängerin Marie wider Erwarten wirklich sehr gut um. Dennoch merkte man schnell, dass da eine Band auf der Bühne steht, die noch nicht allzu viel Erfahrung mit dem Geschäft hat.

Allerdings: Bei so einem kleinen, fast wohnzimmermäßigem, Mini-Konzert sieht man gerne über ein paar falsche Töne und vergriffene Akkorde hinweg. Auch anfängliche Misch-Probleme wurden weggelächelt. Sympathisch!

Marius an der Gitarre spielte die einzelnen Soli ordentlich, Jannick am Schlagzeug trieb nicht nur die Stimmung nach vorne, sondern schaffte es auch außerordentlich gut die Grunge-Stimme Kurt Cobains zu imitieren. Paul am Bass und Max an der Rhythmusgitarre trugen ihr übriges dazu bei und rundeten gekonnt den Sound ab.

Sängerin Marie gab ihr bestes und das war gut so. Sie schaffte es auch die hohen Töne einzufangen, ihre Stimmlage anzupassen und, obwohl sie sich selber leider kaum hörte (die erwähnten Misch-Probleme), souverän zu bleiben.

Auch als Marie nach vier Songs von der Bühne ging und Max das Feld am Gesang überließ, tat das der Stimmung keinen Abbruch. Die Menschen, die gekommen waren, größtenteils Freunde, Familie und Stammkunden der Bar, sangen und schunkelten mit. Die Lieder waren bekannt. Als Max dann bei „Through Glass“ von Stone Sour die Akustik-Gitarre aus der Ecke holte, merkte man – in der Band steckt wirklich Potenzial.

Marius sagte, sie würde nun langsam anfangen eigene Songs zu schreiben und an einem Internet-Auftritt zu arbeiten, der auch über Facebook hinausgeht. Wir sind gespannt – von der jungen Band wird man in Zukunft sicherlich noch einiges hören. Und nicht nur wegen des verrückten Namens.

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Jonas Berger

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Jonas Berger

Normalerweise findet man mich im Windschatten eines randalierenden Mittzwanzigers,der nichts besseres zu tun hat als Einhörner mit selbstgeschnitzten Speeren zu jagen.