Okta Logue – Diamonds And Despair

Auch wenn seit der Veröffentlichung des letzten Albums der Band nun 3 Jahre vergangen sind – Okta Logue haben in dieser Zeit nicht geschlafen. Auf Tour mit Neil Young und Portugal.The Man sowie etliche Festivaltermine, unter anderem auch beim SXSW, sorgten für eine stetige Weiterentwicklung der Band. Tales Of Transit City war nach eigener Aussage der Musiker ein Album, dem die Zeit fehlte – das soll sich bei Diamonds And Despair nun geändert haben.

So viel zur Selbsteinschätzung – doch was ist da wirklich dran? Die aus Hessen stammende Band macht sicherlich keinen Standard-Rock, so viel steht schon mal fest. Zwischen Progressive-Rock und Psychedelic finden sich einige interessante Einflüsse, die das Album zu dem machen, was es ist: Das bisher beste Werk der Band. So viel zur Selbsteinschätzung, welche es ganz gut trifft.

Diamonds And Despair klingt äußerlich formvollendet, soweit man das von einem Progressive-Album mit psychedelischem Touch denn überhaupt sagen kann. Vor allem die vielen kleinen und unerwarteten Parts sorgen für sehr abwechslungsreiche Instrumentals. „Pitch Black Dark“ könnte locker als Standard-Song jeder zweiten Rockband durchgehen – wäre da nicht dieses Gitarrenriff, das noch mal alles rausreißt und die gesamte Atmosphäre fast zerreißt. In „Helpless“ kommt dann schon fast der Eindruck auf, hier spiele eine andere Band. Zwar lebt auch dieser Titel von den Klängen einer E-Gitarre, doch wirkt diese hier nicht aggressiv, sondern vielmehr einfach nur schön. Mit einem Solo, welches wohl jedem Gitarristen das Herz öffnet, begeistert die Band schon zu Beginn der Platte auf ganzer Linie.

Viele der Titel beziehen ihre Vitalität schon alleine durch die ihnen innewohnende Rhythmik. Dezente Schlagzeugparts werden häufig durch einfache Bassmelodien begleitet, on top und quasi als Sahnehäubchen folgen dann Gesang und Gitarre. Das klingt einfacher, als es ist. Den meisten Titeln liegt eine Komplexität zu Grunde, die dafür sorgt, dass Okta Logue den Vergleich mit anderen, ihnen ähnlichen Bands an keiner Stelle scheuen müssen.

Diamonds And Despair ist ein mehr als gelungenes Werk, welches vor allem durch die verschiedensten Gitarrenklänge in Kombination mit fast sphärischen Klängen große Pluspunkte sammelt. Klare Empfehlung!

Live

28.04.2016 Darmstadt – Kulturzentrum Bessunger Knabenschule AUSVERKAUFT
04.05.2016 Berlin – Musik & Frieden AUSVERKAUFT
05.05.2016 Hamburg – Molotow
06.05.2016 Köln – Blue Shell AUSVERKAUFT
07.05.2016 München – Milla
09.05.2016 Wien – B72
21.09.2016 Bremen, Tower
22.09.2016 Flensburg, Volksbad
24.09.2016 Hannover, Cafe Glocksee
26.09.2016 Düsseldorf, Zakk
27.09.2016 Marburg, KFZ
28.09.2016 Erlangen, E-Werk
29.09.2016 Leipzig, Werk2, Halle D
30.09.2016 Dresden, GrooveStation
01.10.2016 Augsburg, Kantine
03.10.2016 Konstanz, Kulturladen
04.10.2016 Stuttgart, ClubCANN
05.10.2016 Freiburg, Jazzhaus
07.10.2016 Wiesbaden, Schlachthof
08.10.2016 Münster, Gleis 22
24.10.2016 Berlin, Lido
25.10.2016 Köln, Luxor
26.10.2016 Saarbrücken, Garage
27.10.2016 Aaarau, Schweiz, Kiff
28.10.2016 Darmstadt, Centralstation

Facebook: https://www.facebook.com/oktalogue/

Lars Junker

About author

Lars Junker

Gründer hier. Indie-Kram, gerne auch mal leise, manchmal laut. Vinyl und Kaffee.