I Heart Sharks – 17.04.2016 – Köln, Gebäude 9

Mit ihrem ersten Album Summer haben I Heart Sharks 2011 eine astreine Indie-Pop Platte veröffentlicht. Mit Hits wie „Wolves“, „Animals“ und „Suburbia“ gelang damals der erste größere Erfolg. Auf Summer folgte 2015 das Album Anthems, das musikalisch in eine etwas andere Richtung abdriftete. Aus Indie-Hits wurden eher Hymnen, denen der elektronisch-experimentelle Einfluss fehlte, der Summer so besonders machte. Doch auch so blieb die Musik der Band mehr als tanzbar.

Den letzten Stopp ihrer Deutschlandtour legten die Wahlberliner in Köln ein. Unterstützt wurden sie dabei, wie auch auf den anderen Terminen der Tour, von I Am Jerry. Und die heizten dem Kölner Gebäude 9 zu Beginn des Abends schon mal ordentlich ein. Die musikalischen Ähnlichkeiten zu I Heart Sharks sorgten relativ schnell dafür, dass die meisten Gäste des Abends auch während der Vorband schon ihre besten Dance-Moves präsentierten.

Wirklich voll wurde es auf dem letzten Termin der Tour im Gebäude 9 leider nicht. Die alte Fabrikhalle füllte sich etwa zur Hälfte vor allem mit jüngerem Publikum. Auch wenn der Sonntagabend vielleicht nicht der beste Tag für einen Tourabschluss ist, so wurde doch ausgelassen getanzt und auch gefeiert – sowohl auf der Bühne, als auch davor.

Musikalisch präsentierte die Band eine gute Mischung aus älteren sowie neueren Songs. Überraschend gut passte auch die visuelle Performance: Neben dem farblich abgestimmten Lichtkonzept kam zwischendurch eine Laseranlage zum Einsatz, was bei Bands dieser Größenordnung auch eher untypisch ist.

Wirklich überzeugend sind aber nach wie vor, sowohl live als auch auf Platte, die alten Songs vom Album Summer. Beim Blick durchs Publikum wurde schnell klar, dass die neueren Titel zwar auch gut ankamen, jedoch bei weitem nicht so ekstatisch gefeiert wurden, wie die früheren Hits der Band.

I Heart Sharks sind mittlerweile fester Bestandteil unserer Indie-Tanzkultur und daran wird sich hoffentlich auch so schnell nichts ändern. Ob es irgendwann für den wirklich großen Durchbruch reicht, bleibt abzuwarten. Die Band selbst vermittelt live zumindest den Eindruck, dass sie dort, wo sie momentan steht, ziemlich zufrieden ist. Daraus folgt auf der Bühne eine ungezwungene und positive Atmosphäre, die einfach nur Spaß macht.

I Heart Sharks Live: Kann man nicht nur hingehen, sondern sollte man.

Facebook: https://www.facebook.com/iheartsharksmusic

Bild: Pressefreigabe

Lars Junker

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Lars Junker

Gründer hier. Indie-Kram, gerne auch mal leise, manchmal laut. Vinyl und Kaffee.

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