Phil Collins – Hello I Must Be Going / Dance Into The Light

Dass gute Alben eines Künstlers nach vielen Jahren neu erscheinen, ist mittlerweile keine Seltenheit mehr. Zur Freude aller Musiknerds gibt es im Zuge solcher Neuveröffentlichungen auch häufig neue Vinylpressungen von mittlerweile stark vergriffenen Platten, mit der sich die eigene Sammlung vervollständigen lässt.

Auf diesen Zug ist nun auch Phil Collins aufgesprungen. Doch anstatt nur ein Album mit frischem Wind zu versorgen, startet der Künstler direkt eine ganze Retrospektive. Nachdem Ende Januar die beiden Alben Face Value und Both Sides erschienen, sind nun die Alben Hello I Must Be Going(1982) und Dance Into The Light(1996) an der Reihe.

Und auch nach so vielen Jahren kann ein Phil Collins noch überzeugen. Klar, ein wiederveröffentlichtes Album muss sich musikalisch nicht erneut beweisen, doch werden nun auch die Maßstäbe unserer Zeit angelegt. Und denen hält der Brite problemlos stand. Nicht nur als Mitglied von Genesis kann dieser auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurückschauen, auch seine Soloalben sind in aller Welt bekannt.

Nun stellt sich die Frage: Warum ein Re-Release? Die simple Antwort: Für die Fans. Denn denen wird mit den wiederveröffentlichten Werken einiges an Zusatz- und Livematerial geboten, dass bisher größtenteils unbekannt bzw. teilweise auch unveröffentlicht war.

Und genau da wird es interessant. Durch die direkte Gegenüberstellung der remasterten Songs und der Liveversionen zeigt der Künstler, wie sich seine Musik über die Jahre entwickelt hat. Nicht jeder Song bleibt so, wie er mal aufgenommen wurde. Durch die zahlreichen Liveshows des Briten hat dieser mit den Jahren auch dazu gelernt, und seine Songs haben sich weiter entwickelt. Und so kommt es, dass durchaus Unterschiede zwischen Studio und Bühne zu hören sind. Nuancen, die vielleicht erstmal nicht allzu spektakulär wirken, doch wie man so schön sagt: Es sind die kleinen Dinge im Leben, die den Unterschied ausmachen.

Über die musikalische Qualität von Phil Collins brauchen wir hier nicht zu sprechen. Der Musiker zählt definitiv zu den größten unserer Zeit. Doch gewähren die wiederveröffentlichten Alben einen interessanten Einblick in die Entwicklung seiner Musik. Und andererseits ist es auch einfach noch mal schön, den Briten und seine Werke bewusst und in aller Ruhe zu genießen. Ein Muss für jeden Fan!

Facebook: https://www.facebook.com/philcollins/

Lars Junker

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Lars Junker

Gründer hier. Indie-Kram, gerne auch mal leise, manchmal laut. Vinyl und Kaffee.

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