Alvvays – 01.03.2018 – München, Ampere

Alvvays aus Toronto zeigen auch live, warum so viele Fans zu ihrer Musik und zur Stimme von Molly Rankin vor sich hinträumen können.

Anfang März – Süddeutschland war noch immer vom Frost und Minusgraden geprägt – kam mit Alvvays im Münchner Ampere doch eine willkommene Abwechslung, welche die Herzen zumindest aufwärmen soll. Frost und Schnee ist die kanadische Band ja selbst gewohnt, da nehmen sie diese Herausforderung gerne an. Ein nahezu ausverkaufte Halle in München bei ihrem Auftritt im Süden zeigt, wie begehrt die Band ist und wie lange die Fans drauf gewartet haben.

Doch bevor Molly Rankins zarte Stimme erklang, erfreuten wir uns der schottischen Vorband Spinning Coin. Die Band aus Glasgow hat vor wenigen Wochen erst ihr Debüt Permo bei Domino Records veröffentlicht. Mit Songs, wie “Money for Drugs” oder “Sides” präsentierten sie spannende Nummern ihres Debüts, wohl erfolgreich, der Zulauf zu ihrem Stand nach dem Konzert war ordentlich für eine Vorband. Für die Band waren die Support-Shows für Alvvays wichtig, erzählte mir Sänger und Gitarrist Sean Armstrong nach dem Konzert noch am Merch. Sie konnten nun sogar eine Headlinertour buchen, die sie auch nach Deutschland führt. Das haben sich die Schotten nach ihrem gekonnten Auftritt auch verdient.

Auch Sängerin Molly Rankin war überrascht, wie voll das Ampere an diesem Abend war. “Wir haben hier doch noch nie gespielt, wie könnt ihr jetzt schon so Viele sein”, sagte sie am Anfang des traumhaften Sets. Es zeigt sich erst jetzt wie perfekt ihr selbstbetiteltes Debüt und das etwas kräftigere zweite Album Antisocialites zusammenfinden. Ihr Hit “Adult Diversion” fühl sich pudelwohl inmitten der Songs von Antisocialites und so regt schon der zweite Song des Sets zum tanzen an. Während die ersten Reihen vor der Bühne sich noch nicht so ganz trauen wollten, gab es auf der Empore im Ampere schon mehr Menschen, die sich zum Tanzen aufgefordert fühlten.

Der Funke sprang aber spätestens bei “Plimsoll Punks” über, ein gefühlvoller Refrain, die verträumte Stimme von Molly Rankin und ein perfekt abgemischter Sound, was will das Indieherz mehr? Es folgten vor allem Titel von der aktuellen Platte, mit vielen schönen Synthiesounds und den für die Band typischen Surf-Gitarren. Die Stimmung kochte so richtig nochmal bei den Songs des Vorgängers, “Atop a Cake” sollte ein weiteres Mal für Frühlingsgefühle sorgen. Stimmungshöhepunkt war eindeutig “Archie, Marry Me”, bei dem der ein oder andere sich auch textsicher zeigte. Abschließend gab es mit “Pecking Order” eine schönen Song von den B-Sides des neuen Albums und dazu eine gekonnte Cover-Performance des Songs “Blue” von Elastica. Alles in allem eine fabelhafte einstündige Unterhaltung für den verträumten Fan von Indie-Musik.

 

Spinning Coin auf Tour:

27.04.2018 – City Club Augsburg
28.04.2018 – InDieWohnzimmer Stuttgart

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Foto: Pressefreigabe

Daniel Guggeis

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