Auf Tour: Powerflo

Der Begriff Networking ist immer mehr in aller Munde. Besonders unter Musikern ist das Kind, das nun einen neuen bzw. neudeutschen Namen bekommt, schon lange erwachsen. Kontakte zu knüpfen ist üblich, unerlässlich und in vielen Fällen führt es zu produktiven Konstellationen. Bei Powerflo kommen so namhafte Akteure zusammen, die mit früheren oder auch derzeit noch aktuellen Bands Bekanntheit erlangten. Allen voran womöglich Rapper Sen Dog, der mit Cypress Hill auch schon für den Grammy nominiert war. Doch auch die anderen Mitglieder werden dem einen oder anderen bekannt sein: Biohazard-Sänger und Gitarrist Billy Grazadei, downset-Gitarrist Rogelio ›Roy‹ Lozano, Ex-Fear Factory-Bassist Christian Olde Wolbers sowie Worst-Drummer Fernando Schaefer. Besonders Biohazard und Cypress Hill arbeiteten bereits in der Vergangenheit live und auf Platte zusammen.

Im Musik-Geschäft zählen sie somit eher zu den alten Hasen, was aber nicht heißen soll, dass sie sich gemäßigt zurücklehnen. Es handelt sich keinesfalls um eine reine „schön-den-Gitarristen-von-XY-mal-wieder-zu-hören“-Band. Vielmehr bringen die einzelnen Musiker ihre eignen Spezialitäten ebenso in eine interessante Mischung mit ein, wie sie auch im Rahmen von Powerflow ihre Horizonte erweitern und Neues ergründen. Mit ihrem Rap-Metal zeigt die Band, deren Name auch auf der Dose eines neuen Energy-Drinks stehen könnte, ebendies: eine Menge Energie. Zurück geht der Name in Wirklichkeit auf die schnellen und kraftvollen Riffs der Saiteninstrument-Spieler. Sie prägen den Sound der Band aus dem sonnigen L. A. Dabei ist die Mischung aus HipHop, Metal, Punk und Rock natürlich nichts ganz Neues mehr. Aber wer sagt denn, dass man das Rad neu erfinden muss, die Frage ist eher, wie man es in Bewegung hält. Und das ist Powerflo ganz gut gelungen. Zudem scheinen sich die sechs Musiker nicht allzu ernst zu nehmen und den Fokus eher auf Spaß zu legen. Zumindest erweckt das Video zum Song „Where I stay“, das Klischees vor einem California-blauen Hintergrund im Mehrgänge-Menü auftischt, diesen Eindruck.

Ihr selbstbetiteltes Debütalbum, das im letzten Jahr erschienen ist, präsentiert die Band im Sommer erstmals live in Deutschland. Neben den zwei Club-Terminen in Deutschland sind unter anderem bereits bei den Festivals With Full Force und Hellfest Stipvistiten der Band anberaumt.

Tourdaten (Deutschland):

12. Juni – Headcrash, Hamburg
21. Juni – Luxor, Köln

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Foto: Pressefreigabe

Stefanie Zerres

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