Xul Zolar – 03.02.2017 – Köln, Gebäude 9

Sprichwörtlich heißt es oft: „Aller Anfang ist schwer“. Mit ihrem Debütalbum haben die vier Kölner von Xul Zolar diese Weisheit jedoch gnadenlos wiederlegt. Fear Talk kommt als ausgeglichenes und sehr gelungenes Album daher, als charakterstarkes und emotional tiefgreifendes Erstlingswerk, dem es an kaum etwas mangelt.

Damit stellte sich uns jedoch die Frage, ob die vier Musiker auf der Bühne ähnlich überzeugend daherkommen wie auf dem heimischen Plattenspieler.

Es gibt wohl nur wenige Locations, die einem Release-Konzert eines Debütalbums besser gerecht werden, als das Kölner Gebäude 9. Industrieller Charme, Putz, der von den Wänden bröckelt, Toiletten, die mit Aufklebern tapeziert sind – die im Stadtteil Deutz gelegene Konzerthalle erzeugt regelmäßig ihr ganz eigenes Ambiente, das zum Wohlfühlen bei wunderbarer Musik einlädt.

Einen dieser Abende bescherten uns Xul Zolar mit ihrer Release-Show. Und die qualitativen Werte der Band haben sich mittlerweile anscheinend rumgesprochen, denn voller haben wir das Gebäude 9 wohl selten erlebt. Wer sonst die hinteren Reihen des Publikums für Tanzorgien welcher Art auch immer bevorzugt, wurde an diesem Abend enttäuscht. Selbst in der letzten Reihe wurde der Platz knapp – und das aus gutem Grund.

Denn Xul Zolar überzeugen nicht nur mit ihrem Debütalbum, auch die Liveperformance der Band kann sich sehen lassen. Emotional geladen kam die Musik der Band auch vor Publikum mehr als gut an. Über die verschiedenen Einflüsse innerhalb ihrer Musik schafften es die vier Musiker, eine abwechslungsreiche Stimmung aufzubauen, die auch bei begrenztem Platzangebot zumindest zum Mitwippen animierte.

Unterm Strich wiedersprechen Xul Zolar anfangs erwähntem Sprichwort. Sowohl das Debütalbum als auch die Bühnenperformance der Band lassen kaum etwas zu wünschen übrig. Wir können beides nur wärmstens weiterempfehlen.

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Bild: Pressefreigabe

Lars Junker

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Lars Junker

Gründer hier. Indie-Kram, gerne auch mal leise, manchmal laut. Vinyl und Kaffee.

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