Django Django – Marble Skies

Mehrstimmige Hits, fruchtige Beats und eine Prise genüsslicher Retro-Esprit. Django Django kehren wieder zu ihren erfolgreichen Wurzeln zurück!

Django Django fanden schon immer die Retroperspektive auf vergangene Popmusik spannend. Doch altbacken war ihr Sound deswegen nie. Etwas zerstreut, doch gekonnt rockig klang ihr Vorgängeralbum “Born under Saturn”. Drei Jahre später zeigen sich die Schotten geordneter, ihre grandiosen Ideen haben sie auf “Marble Skies” in guten 40 Minuten verpackt. Das letzte Album war fast 20 Minuten länger und so fehlte ihr die nötige Dichte. Umso schöner, dass sich das Quartett auf diesem Album auch mal gesanglich aushelfen lässt. In “Surface to Air” übernimmt Rebecca Taylor von Slow Club den Leadgesang und macht die Nummer zum ersten Hit der Platte.

Am stärksten sind die Boys natürlich selbst am Mikro. Richtig Lust auf die Liveshows macht die Single “Tic Tac Toe”, ein Song der einen richtig stark ans selbstbetitelte Debüt mit “Default” zurückdenken lässt. Ein gutes Lineup könnten sie inzwischen mit den Briten von den Temples bilden. “Champagne” könnte genauso gut aus der Feder von James Bagshaw stammen. So bewegen sich Django Django immer zwischen Achtziger-Synthies und zeitgenössischem Pop. Eine Mischung die aufgeht, wenn auch das Tempo etwas eingebremst wird ab der zweiten Hälfte des Albums.

Etwas verworren wird es mit den Echo-Elementen bei “Real Gone”, insgesamt aber ein sich schön aufbauender Song. Bisschen mehr Experimente wären wünschenswert gewesen, aber nach so einem Psychedelic-Trip, wie es der Vorgänger war, ist die erneute Umorientierung wohl so gut wie genehmigt. Was die Schotten da für eine Liveshow zusammenstellen werden mit diesem Album als freudige Ergänzung ihrer Setlist, bleibt abzuwarten. All zu lange müssen sich Fans von tanzbaren Up-Beat-Hits nicht mehr Gedulden. Schon in gut einem Monat gehts auf kleine Deutschland-Tour:

13.03. München | Strom
16.03. Hamburg | Gruenspan
17.03. Berlin | Festsaal Kreuzberg

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Bildquelle: Pressefreigabe

Daniel Guggeis

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