Interview: Flash Forward

Flash Forward touren zurzeit mit ihrer Revolt-Tour durch Deutschlands Clubs, um diese auseinander zu nehmen. Supported wurden sie am 16.01. im Stuttgarter Keller Klub von Fugger und Dezemberkind. Ich habe mir die Chance nicht nehmen lassen, den Jungs vorab ein paar Fragen zu stellen.

Wie seid ihr zur Musik gekommen und wie habt ihr euch kennengelernt?

Jakob: Wir sind alle im Jugendlichen- oder sogar Kindesalter zur Musik gekommen – ich zum Beispiel mit 16 Jahren. Ich habe früher auch schon mal in einer anderen Band gespielt.

Tino: Ich spiele Schlagzeug seit ich vier Jahre alt bin. Mein Vater, der bei uns Mischer ist, hat mich damals mit zur Arbeit genommen. Da habe ich andere Trommler gesehen und das hat mir gut gefallen. Im Teenageralter habe ich dann die Jungs kennengelernt.

Stefan: Ich war ein ganz schlechter Jugendlicher. Meine Mutter hat mich dazu gebracht, ein Instrument zu lernen und mein Gehirn anzustrengen, da ich eine Klassenstufe wiederholt hatte. Ich hing immer im Skatepark ab und dort waren auch viele ältere Mukker, die keinen Unterricht genommen hatten. So hieß es dann irgendwann „ach der Herr Weigel, der kann doch mal Gitarre spielen“. Und so ging es dann in den Proberaum und ich war in der Band. Wir kennen uns, da wir alle in local Bands in unserer Heimatstadt Wesel gespielt haben. Das hatte sich aber irgendwann zerschlagen und da wir uns persönlich kannten und mochten, haben wir uns 2010 dann zusammengefunden.

Woher kommt der Name Flash Forward?

Stefan: Wir haben bei einer Probe zusammen Bandnamen gesammelt. Uns war wichtig, dass der Name eine Alliteration hat. Für uns war das Ganze wie ein Zeitsprung des Erwachsenwerdens, da wir alle aus verschiedenen Bands kamen und Flash Forward bedeutet ja auch so etwas wie Zeitsprung.

Ihr seid ja gerade auf Tour und habt bereits drei Konzerte gespielt. Wie war das bisher? Gab es bereits Highlights?

Jakob: Ja, es gab schon Highlights. Wir haben bisher in Oberhausen, Karlsruhe und Trier gespielt. Beim Tourauftakt in Oberhausen war das Konzert ausverkauft und stimmungsmäßig war dies eines der besten Konzerte, das wir jemals gespielt haben. Es hat sehr viel Spaß gemacht. In Karlsruhe war es auch supergeil. Die Leute haben uns bisher sehr gut empfangen und konnten sogar unsere Texte. Das freut uns sehr.

Gab es negative oder peinliche Situationen?

Gerrit: In Trier war es nicht ganz so voll wie in den anderen Städten, aber ich empfinde das nicht als negativ. Da war es familiärer und auch wenn sich die Publikumszahl dort im zweistelligen Bereich bewegt hat, war es trotzdem ein ziemliches Highlight.

Stefan: Wir haben in Trier in einer Bandwohnung übernachtet und uns überkam um ein Uhr nachts die Hungerlust. Nachts war dort alles zugesperrt. Im Hinterhof gab es eine Mauer, über die wir alle geklettert sind. Auch auf dem Rückweg bin ich darüber geklettert und meine Jacke ist nun grasgrün vom Moos. Die anderen haben das Tor gefunden und sind dann so in den Innenhof zurückgekommen.

Jakob: Wir waren nach dem Konzert in Karlsruhe noch auf einer Party und unser Mercher hat an diesem Abend sehr lange durchgehalten. Am nächsten Tag ging es ihm sehr schlecht und wir mussten an der Raststätte halten, damit er sich oral entleeren konnte. Das war für uns sehr witzig.

Gerrit: Wir haben in unserem Tourwagen einen DVD-Player. Allerdings haben wir nur zwei DVDs mitgenommen. Diese hatten wir am ersten Tag schon beide angeschaut. Glücklicherweise haben uns die Leute nach und nach zu unseren Konzerten ein paar DVDs mitgebracht und mittlerweile haben wir circa 20 Stück.

Wer schreibt die Songs bei euch und wo und wie?

Stefan: Ich. Die Songs schreibe ich zuhause an meinem Schreibtisch mit einer Akustikgitarre und nehme das Ganze mit meinem Handy auf. Dieses nehme ich dann mit zur Probe und dort besprechen und ergänzen wir gemeinsam.

Woher nimmst du die Ideen und Inspirationen?

Stefan: Von Platten und Bands, die ich selber gut finde.

Was steht 2018 noch an?

Jakob: Erst mal noch die Tour bis zum 27.1. und dann gibt es noch einiges, was wir noch nicht verraten können. Die eine oder andere Tour in entlegenen Ländern, Festivals und hauptsächlich so viel wie möglich spielen und unser Album präsentieren.

Was habt ihr für Wünsche?

Tino: Dass Dortmund vor Schalke 04 stehen wird Ende der Saison.

Gerrit: Wir möchten uns eine größere Fanbase erspielen, vor allem in Städten, in denen wir noch nicht so gut aufgestellt sind – wie zum Beispiel Stuttgart. Und eine Supporttour spielen.

Jakob: Eine Single herausbringen und noch ein Musikvideo zu einem Song vom Album drehen.

Wo seht ihr euch in zehn Jahren?

Gerrit: Vielleicht wieder hier unten im Keller – wäre auch ok. Es geht in erster Linie um Spaß, aber möglicherweise auch auf einem ganz großen Festival oder mit einer Schallplatte an der Wand in Gold oder Platin. Aber eigentlich geht es um das Hier und Jetzt im Leben und alles andere kann sich gerne positiv entwickeln. Wir freuen uns darüber, haben aber keinen konkreten Plan.

Jakob: Solange wir Freunde sind, es Spaß macht und wir noch über unsere dummen Witze lachen können, machen wir weiter. Vielleicht noch eine ausverkaufte Tour.

Gerrit: In zehn Jahren vielleicht nochmal genau hier zum Interview. (Gelächter in der Runde)

Seid ihr nun zu dritt oder zu viert?

Jakob: Wir haben das Album zu dritt aufgenommen. Gerrit ist seit einem Jahr bei uns und gerade in der Qualifikationsphase. Mal schauen was die Zukunft bringt. Gerrit ist ein sehr netter Mensch und wir freuen uns, dass er uns begleitet. Aktuell bezahlen wir ihn allerdings nur mit Bier. (lacht)

Letzte Worte?

Stefan (und die anderen): Wir verabschieden uns mit einem dreifachen Hipp Hipp Hurra, Hipp Hipp Hurra, Hipp Hipp Hurra!

FLASH FORWARD REVOLT TOUR:

Braunschweig, B58
Berlin, Cassiopeia
Hamburg, Marx
Wiesbaden, Schlachthof
Münster, Sputnik Café
Köln, Tsunami
Kaiserslautern, Kammgarn

Foto: Pressefreigabe

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Julia Kimmerle

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Julia Kimmerle

Musikliebhaberin. Bevorzugt alles mit und um Rock.

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