Max Richard Leßmann – 27.11.2017 – München, Milla

Schon mit seiner Band Vierkantrettlager hat Max Richard Leßmann vor Jahren den Münchner Milla Club erfolgreich aufgesucht. Auch mit seinem Soloprogramm begeistert der noch so junge Songwriter mit einer fantastischen Live-Version seines Albums “Liebe in Zeiten der Follower”.

Auf seiner Soloplatte zeigte der junge Max aus Husum eine andere musikalische Seite, wobei er für seine tadellosen Songwriting-Künste zuvor schon dem einen oder anderen Fan vom deutschen Indierock bekannt war. Denn auch bei Vierkantrettlager überzeugte er mit nachdenklichen Lyrics, damals auch im Münchner Milla. Doch die Zeit mit seiner Band ist erst mal vorüber. Mit neuer Frisur, die ihn auch zum Dart-Weltmeister machen könnte, besucht er wieder diesen schönen Club in München. Er scheint ihn wohl mit seiner Band lieb gewonnen zu haben. Viel Liebe zeigten Max und seine ganzen Helfer übrigens schon am Merchstand, der sehr liebevoll gestaltet war.

Doch bevor Max auf die Bühne im gut besuchten Milla trat, kam noch ein spannender Supportact auf die Bühne. Luca Vasta, die bei Ferryhouse unter Vertrag steht, heizte dem Publikum im kalten November noch mal ein im Milla. Das gelang der deutschen Sängerin vor allem mit ihrer herzerweichenden Stimme. Spätestens gedanklich gen Süden unterwegs waren die Fans beim italienischen Song “Modica”, ein Vorläufer zu ihrem neuen Album, was 2018 erscheinen soll.

Dann öffnete sich der Vorhang des Backstage und Max ging die Treppenstufen im Milla hinab auf die Bühne, freudig strahlend legte er los mit “Spuren auf dem Mond”. Max Richard Leßman war sehr gut aufgeglegt an diesem Novemberabend in München. Auch dass auf der Treppe zur Bühne ein älterer Herr Platz nahm, störte den Sänger keineswegs, er band den Mann vielmehr in seine Performance mit ein und adressierte seine liebevolle Nummer “Küssen” an den Mann. Max erzählte zwischen den Songs ausgiebig die intimen Geschichten einiger Songs, wobei ihm oft aufgefallen ist, dass er leider schon ein paar Storys verschossen hatte während der Tour. Dennoch lässt sich anmerken, der Typ hat was zu erzählen und weiß wie er mit dem Publikum umgehen muss. Die Atmosphäre gewinnt daran sehr.

Musikalisch harmoniert Max gut mit der für die Tour engagierten Liveband. Die Madsen-Brüder, welche zwar bei der Produktion am Album beteiligt waren, standen für die Live Tour selbstverständlich nicht zur Verfügung. Das tat der musikalischen Performance aber keinen Abbruch. Max lieferte eine starke Show, die ganz langen Applaus zurecht verdient hatte. Er ist jemand, der die Leute, egal welches Alter, zum Mitschwingen bringen kann. In der vorweihnachtlichen Stimmung gab es dann noch seine witzige Weihnachtssingle “Wenn es Weihnachten wird” als gekonnte Zugabe noch oben drauf. Zur Weihnachtszeit konnte es kaum einen schöneren Abschluss geben. Ciao Max – Auf Bald.

Max Richard Leßmann ist im Frühling wieder auf Tour:

7.3.18 – Bielefeld (Bunker Ulmenwall)
8.3.18 – Hannover (Lux)
9.3.18 – Braunschweig (Eulenglück)
10.3.18 – Husum (Speicher)
14.3.18 – Ulm (Roxy)
16.3.18 – Nürnberg (Club Stereo)
17.3.18 – Mainz (Schon Schön)
18.3.18 – Mannheim (Kulturbrücken)
21.3.18 – Dresden (Scheune)
22.3.18 – Bremen (Lagerhaus)
23.3.18 – Düsseldorf (Forum Freies Theater)
24.3.18 – Stuttgart (Merlin)
25.3.18 – Zürich (Werk 21)
26.3.18 – Saarbrücken (Garage)

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Daniel Guggeis

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