The War on Drugs – 20.11.2017 – München, Muffathalle

The War On Drugs schaffen zum Ende der Konzertsaison nochmal, zu einem der Highlights von 2017 zu werden. Fabelhaftes Set, eine super gelaunte Band und dazu eine wahnsinnig psychedelische Lichtshow, die wohl kaum einer erwartet hätte.

In der ausverkauften Muffathalle ging es los mit den kanadischen The Barr Brothers, die vor allem Stücke aus ihrer neuen Platte “Queens of the Breakers” performten. Für das Album durfte eine Harfe auf der Bühne nicht fehlen. Der Auftritt der Band fühlte sich nicht so an, als würden sie gerade eine Support-Show spielen. Die Band aus Quebec überzeugte viel mehr mit klarem Sound, einer guten Performance und einem schönen Folk-Rock Mix. Das war schon mal ein erstes Highlight für Fans von Noah and The Whale oder The Decemberists.  Im Frühjahr 2018 kommt die Truppe dann auf eigene Headlinetour, ebenfalls nach München, der Veranstaltungsort ist noch nicht bekannt. Doch in der Muffathalle haben sie sicherlich schon einige Fans gewonnen.

Dazu gehört mit Sicherheit auch Mehmet Scholl, den ich kurz zuvor an der Gästeliste getroffen habe. Er erzählte mir, dass er The War on Drugs zuletzt vor 80 Leuten im Orange House in München gesehen hat. Da habee er schon das Gefühl gehabt, dass The War on Drugs ganz groß werden. Damit hat er eindeutig recht behalten! Dass Herr Scholl nicht nur von Fußball Ahnung hat, sondern ebenso einen fabelhaften Musikgeschmack besitzt, wissen die Hörer seiner Sendung Mehmets Schollplatten.

Adam Granduciel kam auf die Bühne und meckerte kurz über seinen Mikroständer und dann legte er mit seiner Band direkt los, genauer gesagt mit dem Song “In Chains” aus ihrem neuen Album A Deeper Understanding. Generell bestand das Set vor allem aus Songs ihrer letzten beiden Alben, schließlich verhalf ihnen “Lost in The Dream” zum wohlverdienten Durchbruch im Jahr 2014 und rangierte bei so einigen “Album des Jahres”-Listen ganz weit oben. Insgesamt waren es dann zwölf sagenhafte Songs aus den beiden Topalben.

Da machte auch Adams Wortkargheit nichts aus, die Songs selbst sorgten dafür, dass sich das Publikum in der Münchner Muffathalle wie bei einem Lagerfeuer fühlte. Die Atmosphäre war ziemlich heimisch. Dazu kam die erstaunliche Licht-Show, die jedes Bandmitglied ab und zu in besonderen Momenten anstrahlte und so den Fokus nicht nur auf Sänger Adam legte, sondern auf alle Bandmitglieder.  Es fühlte sich teilweise an wie bei einem völlig psychedelischen Konzert, dabei haben The War on Drugs ja selbst schon sehr sphärische Songs, was durch die geniale Licht-Show sinnvoll erweitert wurde. The War on Drugs haben sich für kommende Festivalslots als Headliner oder Co-Headliner mit diesem Gig ganz klar empfohlen. Ich hoffe mal Konstantin Gropper vom Maifeld Derby liest hier mit.

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Fotos: Christian Gschwilm

 

Daniel Guggeis

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