Rocken am Brocken 2017

Musik, Natur, Freundschaft – das Rocken am Brocken hält auch 2017 alles, was es verspricht.

Elend bei Sorge ist nicht zwingend the place to be. Mit seiner Nähe zum Nationalpark Harz und Sehenswürdigkeiten wie der kleinsten Holzkirche Deutschlands ist es zwar der Traum aller Rentnerwandergruppen, kann Menschen jenseits der 60 aber nur schwer von sich überzeugen. Eine Ausnahme ist dabei ein Wochenende im August. Da verwandelt sich Elend zum Austragungsort des Rocken am Brocken. Mit seinem Leitspruch „Musik, Natur, Freundschaft“ zieht das Festival jedes Jahr aufs Neue zahlreiche Besucher an.

Musik

Auch in diesem Jahr konnte das Line-Up mit seiner Vielfalt überzeugen. Ausschlaggebend ist dabei – wie in den vergangenen Jahren auch – die Balance aus kommerziell relevanten Acts und Geheimtipps. Insgesamt fünf Bühnen hat das Rocken am Brocken zu bieten. Auf der Brockenbühne, der größten Bühne des Geländes, gaben sich unter anderem Bands wie Bosse, Feine Sahne Fischfilet, SXTN oder Adam Angst die Ehre. Auch Milliarden, Roosevelt und der Brite Jake Isaac hatten dort ihren Auftritt. Die Indie-Rocker von Razz spielten hier sogar zum fünften Mal in Folge.

Auf dem Jägerzirkus konnten wie gewohnt spannende Acts entdeckt werden. Neben den Leoniden traten dort zum Beispiel Bands wie Parcels oder Gurr auf. In der Hexenhütte und dem Zauberwald – den zwei Dancefloors des Rocken am Brocken – konnte unter anderem zu den DJ-Sets von Acrobatic Colours, Oliver Koletzki oder We Are Nuts getanzt werden.

Das etwas abgelegene Klangnest bot Singer-Songwritern eine (mehr oder weniger) ruhige Umgebung, in der sie ihre Songs unter die Menschen bringen konnten.

Natur

Seinen Charme verdankt das Rocken am Brocken natürlich nicht nur seinen Musikacts. Neben den auftretenden Künstlern sind auch Aufmachung und Lage des Festivals maßgeblich für seinen Charakter. Die Bühnen sowie das gesamte Gelände sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Hinzu kommt, dass das Areal im Wald verborgen liegt. Insgesamt führt das zu einer Atmosphäre, die zur Realitätsflucht einlädt.

Ein Höhepunkt des Rocken am Brockens war auch in diesem Jahr der Akustikpfad. Bei diesem besonderen Programmpunkt treffen sich willige Festivalbesucher Samstagmorgen vor dem Gelände und wandern dann unter Leitung eines Rangers durch den Nationlapark Harz. Unterwegs gibt es dann kurze Akustikeinlagen von ausgewählten Künstlern.

Typisch für das Rocken am Brocken ist auch sein ausgefallenes Rahmenprogramm. So konnten sich die Besucher auch in diesem Jahr über Highlights wie das Radioballett, Acroyoga, Kinderschminken oder Bürst- und Partnermassagen freuen.

Freunde

Gute Acts und eine hübsche Kulisse sind die eine Sache. Damit können viele Festivals dienen. Was das Rocken am Brocken aber unverkennbar macht, sind die Menschen die Jahr für Jahr daran teilhaben. Die Mitarbeiter, die alle ehrenamtlich tätig sind, sind spürbar mit Leib und Seele dabei. Auch das Security-Personal zeigte sich gewohnt gut gelaunt und motiviert. Insgesamt herrscht auf dem Rocken am Brocken ein freundschaftliches, nahezu familiäres Klima.

Zum ersten Mal dabei war dieses Jahr das Awareness Team des Rocken. In Fällen von Belästigungen jeder Art standen Mitarbeiter zur Verfügung, um den Besuchern Sicherheit und Betreuung zu vermitteln.

Alles in allem kann gesagt werden, dass auch die elfte Ausgabe des Rocken am Brocken ein voller Erfolg war. Line-Up, Organisation, Gestaltung und Atmosphäre bewiesen einmal aufs Neue: Dieses Festival ist und bleibt einen Besuch wert. Mindestens.

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Ariane Seidl

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Ariane Seidl

Irgendwer zwischen Milhouse und Zoidberg. Körperklaus aus Leidenschaft, Hai-Fangirl aus Überzeugung.

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