Howling – 27.06.2017 – Gloria Theater, Köln

Howling – tänzelnde Akkorde treffen geradlinigen House. Seit 2013 bilden der Australier Ry Cuming, besser bekannt als Ry X und der Karlsruher Frank Wiedemann, der wiederum die Hälfte der DJ Combo Âme bildet, das Duo Howling. Der eine geprägt von flächendeckenden, atmosphärischen Singer-Songwriter-, der andere von straighten 4/4 Deep-House-Beats. In der Vergangenheit haben sie mit ihren Projekten Fans und Kritiker schon zur Genüge verzückt. Im Rahmen der diesjährigen Tour konnte sich nun auch das Ahoimag im Kölner Gloria Theater von den Live-Künsten der beiden Tonkünstler überzeugen.

Den Abend eröffnete kein Geringerer als der Innnervisions Label-Kollege Marcus Worgull, der die Beinmuskulatur der Zuschauer langsam aber stetig warm werden ließ. Die Treibkraft seiner DJ-Künste bildeten vergleichsweise bedachtsame House-Beats und angenehme laue Synthie-Sounds. An dieser Stelle sei Worgulls vor kurzem veröffentlichter Auftritt im Boiler Room äußerst zu empfehlen.

Gegen 22:15 Uhr betraten anschließend Howling die Bühne und glänzten insgeheim mit ihren Darbietungen vom Sacred Ground Opener “Signs” und der aktuellen Single “Phases”.

Wiedemanns opulente, abschweifende Soundflächen spielten durchweg mit Ry Cumings empfindsamen Gesangsdarbietungen und schufen so ein kontrastierendes Ambiente, bei dem jeder “4-to-the-floor” mit zufriedenem Kopfnicken bedacht wurde. Ein weiteres Highlight war der House-Remix von Radioheads „Everything In It’s Right Place“, das schon in vorherigen Konzerten mit eingebracht wurde, von seiner Energie dadurch jedoch nichts verlor.

Bedauerlicherweise schmälerte der Sound in der ersten Hälfte das Konzerterlebnis, da er, insbesondere die Bässe, nicht voll zur Entfaltung gekommen ist. Ob es an technischen Problemen oder einem künstlerischen Dekret lag, bleibt vorerst im Raum stehen. Ebenso unglücklich war, dass das Konzert schon nach einer guten Stunde vorüber war. Ry Cumings und Frank Wiedemanns Projekt Howling sollte man sich dennoch zweifellos live anschauen. Eine weitere Chance bietet sich am 21. Juli beim Sacred Ground Festival.


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Niklas Johnen

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