Arcade Fire – 16.06.2017 – Köln, Tanzbrunnen

Bomba Estéreo und Arcade Fire spielten am Freitag am Kölner Tanzbrunnen. Wir waren dort und haben die Auftritte für euch eingefangen

Der Tanzbrunnen gehört ohne Frage zu den schönsten Locations in Köln, und vergangenen Freitag gab es dort eine der schönsten Bands live zu erleben. Eröffnet wurde der Abend von Bomba Estéreo, deren Stil sich zwar signifikant von dem Arcade Fires unterschied, die dafür aber perfekt Stimmung machten. Besonders in der Abendsonne kam die Musik der Kolumbianer super an, die sie selbst als Elegancia Tropical bezeichnen; Indio-Folk trifft auf Synthie-Vibes und wird vollendet durch den treibenden Gesang von Liliana Saumet. Rundum super, um vorne zu tanzen oder sich die Show beim verdienten Feierabendbier von hinten anzuschauen – die Stimmung konnten sie auf jeden Fall mit Leichtigkeit entfachen.

Anschließend betraten Arcade Fire die Bühne, eine Band, die ganz genau weiß, was ihr Publikum sehen möchte. Der Anfang wurde mit der aktuellen Single „Everything Now“ gemacht, die Frontmann Win Butler kurz und knackig mit den Worten „Alles Jetzt!“ ankündigte.

Wie auf den Fotos unten zu sehen, wird eine Arcade Fire Show vor allem (aber nicht nur) von den Brüdern Win und Will Butler dominiert, die problemlos das ihnen sowieso treu ergebene Publikum zum Tanzen, Springen und Klatschen animieren können. Die sechsköpfige Gruppe nur auf die beiden Butlers zu beschränken wäre dem Rest der Band gegenüber jedoch mehr als ungerecht, denn auch Win Butlers Frau Régine Chassagne lieferte neben ihren Kollegen eine begeisternde Show ab.

Unterstützt von bloß einer Leinwand lag der Fokus natürlich auf der Musik, doch trotz des hellen Sommerabends kamen die visuellen Elemente der Show sehr gut an. Die besten davon wurden verständlicherweise für das Ende des Sets aufgehoben, weswegen sie in unserer Galerie nicht zu sehen sind. Doch schon der Beginn war super, mit einer Hintergrundshow, welches an das Musikvideo zu „Everything Now“ angelehnt war.

Selbst nach anderthalb Stunden hatten die Kanadier in Köln noch Lust zu spielen, doch aufgrund der Open-Air-Bestimmungen war um zehn Uhr Schluss, was dazu führte, dass nur noch die vordersten Reihen in den Genuss einer kurzen akustischen Performance des Set-Closers „Wake Up“ von Win und Régine kamen. Schön zu sehen, dass eine Band auch nach Jahren die Lust am Auftreten nicht verloren hat – und das haben Arcade Fire definitiv nicht.

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Bomba Estéreo:
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Fotos: Lars Junker

Alexander Mann

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Alexander Mann

Alexander, 21, Student. Indie, -pop, -rock, -tronic, -folk usw. Außerdem gerne vieles weiteres von Hip-Hop bis Metal.

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