Luke Sital-Singh – 29.05.17 – Köln, Studio 672

Süßholzraspelei ahoi im Studio 672: Am vergangenen Montag waren wir live dabei, als Luke Sital-Singh uns Songs seines am 12. Mai erschienenen zweiten Albums Time Is A Riddle vorstellte.
Der 29-jährige Singer-Songwriter hatte 2014 mit „The Fire Inside“ die Erwartungen vieler Kritiker übertroffen und war kaum von einer Liste der Musikempfehlungen des Jahres weg zu denken. Seine Debut-Single „Nothing Stays The Same“ schaffte es nicht nur in die UK Top 100 sondern auch in die deutschen Radios. Trotz allem ist Luke Sital-Singh in Deutschland ein noch recht unbekannter Künstler und so fand sich an diesem Montag Abend eine kleine, jedoch begeisterte Menge in Köln ein. Die zahlenmäßig verhaltene Zuhörerschaft tat dem Singer-Songwriter jedoch nichts an Euphorie ab und so verzauberte er mit charmanten Anekdoten und Akustik-, E-Gitarre oder E-Piano an der Hand sein Publikum.
„I am a cynic it is my sin“ singt er in seinem ersten Song und greift dabei zur E-Gitarre, während er seine Zuhörer mit weichen Ambientklängen in seine Musik eintauchen lässt. Auch mit „Still“ und „Innocence“ gibt der junge Singer-Songwriter einen Vorgeschmack auf die Songs des neuen Albums, die von der Zeit als ein Rätsel sprechen und melancholische Träumereien geradezu dahin flüstern.

Die Musik ist ehrlich und ernst, die Texte, ganz dem Albumtitel folgend, rätselnd und nachdenklich. Gerade jedoch diese romantische Tristesse ist es, die Luke Sital-Singhs Musik so fesselnd macht.Kleine Gemütspausen gab es zum Glück jedoch zu genüge, denn der Brite gab ebenso einige Songs seines ersten Albums zum Besten. So schafften es Songs wie „Bottled Up Tight“, „Nearly Morning“ und natürlich sein Hit „Nothing Stays The Same“ auf die Setlist des Abends.Sital-Singhs Stimme ist dabei immer wieder eine fleischgewordene Vereinigung an Widersprüchen: rau und doch leicht, stark und ebenso fragil. Ein definitiver Wiedererkennungswert!

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Photo credits: Pressefreigabe.

 

 

Marit Kleinert

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