The Black Angels – Death Song

The Black Angels hätten wohl perfekt in die Hochzeit der Schallplattenindustrie gepasst. Doch da Psychedelic dank ein paar mutiger Musiker wieder ein Revival erleben darf, fügen sie sich auch ins Musikjahr 2017 perfekt in eine Reihe toller Alben ein.

The Black Angels aus Austin haben sich vor über einem Jahrzehnt nach den berühmten Velvet Underground Song “The Black Angel’s Death Song” benannt. Nach bereits vier Studioalben folgt nun mit ihrem neuem Werk Death Song die endgültige Vollendung ihres Projekts. Wie durch ihre vorherige Alben bekannt sein dürfte, sind die Texaner für schmissigen Psychedelic Rock bekannt, der nur von verrückten Bands wie King Gizzard & Lizzard Wizard getoppt wird. Während Tame Impala, Pond und die Temples sich mehr dem Pop zuwenden, bleiben die Black Angels auch auf ihrem fünften Album dem Rock treu.

Schon der erste Song “Currency” zieht einen mit seinen genialen Riffs gleich in seinen Bann. Die düstere Produktion lässt die Gitarren erst richtig dreckig klingen. Auf den nächsten zwei Songs wird es etwas dramatischer. Vor allem “I’d kill for Her” reißt einen mit und führt auch etwas in das Thema des Albums ein. Kräftiger wird es wieder bei “Comanche Moon”, das lyrisch ähnlich dramatisch ist.  Dazu ist es dank der genialen Riffs sicherlich das Highlight der Platte.

Die Songs von Death Song lassen einen abrocken, berühren aber einen zugleich zutiefst. The Black Angels ist es gelungen hier die Waage zu halten, zwischen guten Psychedelic Rock und rockigen Balladen. Keiner der Songs wirkt, trotz schwierigen Themen in den Texten, dramatisch überladen. Musikalisch nimmt die Platte in der Mitte etwas an Qualität ab und hat einen kleinen Durchhänger. Dieser ist aber spätestens mit “I Dreamt” und dem kraftvollen Rock von “Medicine” vorbei.

Insgesamt bleiben sich The Black Angels also treu und liefern mit Death Song eines der Rock Highlights für 2017. An ihrem Meisterwerk Phosphene Dream führt aber kein Weg vorbei. Live könnt ihr The Black Angels zu folgenden Terminen sehen:

30.09.2017 Köln -Luxor
01.10.2017 Berlin – Columbia Theater

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Bildquelle: Pressefreigabe

Daniel Guggeis

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