Sean Paul – 16.04.2017 – Köln, E-Werk

Mit alten und neuen Hits brachte Sean Paul das Publikum im E-Werk zum tanzen

Der Abend begann verhältnismäßig entspannt, als Pauls DJ das Publikum mit einem Mix aus Elektro und Reggae aufwärmte. Die circa 40 Minuten waren im Endeffekt dann aber doch etwas zu lang, und somit war der Höhepunkt bereits nach der Hälfte des Sets erreicht. Durch die Pause, die zwischen Warm-Up und dem eigentlichen Konzert eigeschoben wurde, verflog die aufgebaute Stimmung dann nahezu vollständig, da das Publikum erwartete, dass Sean Paul einfach im Laufe des Sets auf die Bühne kommen würde.

Wie üblich fragte der DJ ab und zu rhetorische Fragen, um das Publikum ein wenig anzuheizen, wobei dieses sich bei unserem Reporter unbeliebt machte, indem es auf die Aufforderung „If you are proud of where you come from, make some noise“ wesentlich lauter reagierte als auf alle anderen (wie etwa „If you love your life […]“).

Als dann aber der jamaikanische Star endlich auf die Bühne kam, war die Atmosphäre jedoch geladen und ausgelassen und wurde mit jedem Hit, den er spielte, besser. Hatte man anfangs noch Bedenken, dass er sich zu sehr auf seinen Backing-Rapper verlassen würde, sang und rappte er schnell gekonnt mit, sogar die Passagen der Feature-Songs, die eigentlich von anderen gesungen werden. Die Showmanship des Künstlers war an dem Abend unbestreitbar, was dadurch unterstrichen wurde, dass er nur Dekoration in Form einer jamaikanischen Flagge und weniger Lichtsäulen auf der Bühne hatte. Dazu kamen zu vielen Songs noch zwei eindrucksvolle Tänzerinnen, die die Show komplettierten.

Ungefähr in der Mitte seines Sets erzählte Paul, dass er von Melodien der aktuellen Popmusik begeistert sei und freestylte daraufhin Passagen seiner älteren Lieder zu den Melodien von Ed Sheerans „Shape of You“ und Tory Lanez’ „LUV“. Kurz darauf folgten mit „Suh Mi High“, „Gimme The Light“ und „We Be Burnin’“ drei Lieder, die Pauls Standpunkt zu Cannabis mehr als klarstellten. „Su Mi High“ wurde kurz nach dem Konzert (natürlich am 20. April) offiziell veröffentlicht.

Auffällig war im Laufe des gesamten Konzerts zu beobachten, dass der Musiker das Publikum ausschließlich mit „Ladies“ ansprach. Ein wenig zweifelhaft, doch im Endeffekt war die überwiegende Mehrheit der Zuschauer auch weiblich. Naja.

Mit „She Doesn’t Mind“ und „Temperature“ wurden die Ladies abschließend nach einem heißen und durchtanzten Konzert in die nächste Woche geschickt. Durch all das war es ein Auftritt, der sicher nicht mit vielen anderen verglichen werden kann.

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Foto: Pressefreigabe

Alexander Mann

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Alexander Mann

Alexander, 21, Student. Indie, -pop, -rock, -tronic, -folk usw. Außerdem gerne vieles weiteres von Hip-Hop bis Metal.

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