Temples – 08.04.2017 – München, Strom

Wer dachte im Münchner Strom geht es immer erst ziemlich spät los, wurde an diesem Abend eines Besseren belehrt. Denn schon pünktlich um 20:30 legte das Londoner Quartett Creatures los und begeisterte das bis dahin noch nicht ganz gefüllte Strom. Viele Besucher kamen leider erst etwas später, es war ja auch ein milder Samstagsabend in München. Nichtsdestotrotz wussten die Briten wie sie ihr Publikum einheizen konnten.

Musikalisch passten die Creatures perfekt zu den Temples. Lieferten sie doch einen Sound, der vor allem an den Erstling Sun Structures erinnerte. Dazu gab es aber noch eine Atmosphäre wie in einem guten Morricone-Western-Soundtrack. Eine kleine und noch recht unbekannte Truppe, die der aufmerksame Konzertbesucher auf jeden Fall im Auge behalten sollte. Abgemischt wurde die Band beim Konzert übrigens von James Bagshaw, den Sänger der Temples.

Kurz nach dem Ende der Vorband gesellten sich auch die letzten Besucher ins Strom und der Club war so gut wie voll. Ebenfalls im Publikum waren zwei Mitglieder der Münchner “Band der Stunde” Kytes, die offensichtlich auch wissen was gute Musik ist. Auch ihnen war die Vorfreude auf das folgende Konzert der Temples mehr als anzusehen.

Um Viertel vor Zehn legten die Temples dann mit einem psychedelischen Intro und cooler Visualshow los. Den Anfang machte deswegen passenderweise “All Join In”, wobei das Intro des Tracks sogar erweitert wurde, um dem Konzert einen epischen Anfang zu verleihen. Generell nahm sich die Truppe um Bagshaw viel Zeit für ihre Songs, loopte was das Zeug hielt und bauten vor allem wahnsinnig gute Jamsessions in die Tracks ein. Das klang vor allem bei “Certainty” und “Mesmerise” ausgezeichnet.

Die Stimmung war dank der wunderbaren Melodie  bei”Mystery of Pop” endgültig ziemlich ausgelassen. Die vorderen Reihen hatten etwas  gebraucht um warm zu werden. Energetisch haben die Temples selbst alles reingehauen, was für sie möglich war. Einerseits Musikalisch einwandfrei abgeliefert und andererseits brauchten sie für ihr Konzert nicht viele Worte. Sie waren aber heilfroh mal wieder in München zu sein. Als Zugabe und letzter Song folgte dann auch noch “Shelter Song”, der wirklich jeden zum tanzen brachte.

Der Mix aus den etwas poppigeren Nummern vom zweiten Album “Volcano” und den Songs vom Debüt gelang der jungen Band. Die Songs der Alben waren etwa zur Hälfte geteilt, Fans des ersten oder zweiten Album wurden also gleichermaßen bedient. Wer also die Temples dieses mal noch nicht erwischt hat, sollte die nächste Gelegenheit nutzen, um die Truppe live abzufeiern.

Foto: Pressefreigabe 

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Daniel Guggeis

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