Jamiroquai – Automaton

Sieben Jahre nach ihrem letzten Album legen Jamiroquai ein neues vor und klingen darauf so entspannt und tanzbar wie immer

Ihre Hits sind weltbekannt, insbesondere das ikonische „Virtual Reality“. Dieses liegt jedoch mittlerweile immerhin 20 Jahre in der Vergangenheit. Konnte man dies dem 2010er Album Rock Dust Light Star noch nicht allzu deutlich anhören, so kommt Automaton erwachsener daher und klingt dem Alter der Band entsprechend reifer und voller als sein Vorgänger.

Für älterwerdende Musiker ist der Spagat oft nicht leicht – einerseits verändert sich die Musik auf natürliche Weise als Teil des Alterungsprozesses, doch auf der anderen Seite wollen Fans nicht durch unerwartete Änderungen enttäuscht werden. Mit Automaton vollziehen Frontmann Jay Kay (welcher mittlerweile bereits auf die 50 zugeht) und seine Mitstreiter den Schritt in die Gegenwart sehr elegant. Was interessant ist bei einer futuristischen Band wie Jamiroquai.

Automaton klingt 2017 also definitiv zeitgemäßer als alles andere, was bisher von den Briten zu hören war, doch es wäre falsch zu sagen, dass das Werk nicht eindeutig dem einzigartigen Stil der Band entspricht, den sie selbst vor gut 25 Jahren geprägt haben. Das perfekte Beispiel hierfür stellt der Titeltrack dar, der zwar vollgepackt mit spielerischen futuristischen Soundeffekten ist und auf einer relativ simplen Keyboard-Melodie fußt, doch gleichzeitig einen modernisierten und angenehm eingängigen Refrain aufweist.

Als Zeichen, dass sie ihren eigenen Fortschritt in die moderne Zeit durchaus selbst registriert beziehungsweise geplant haben, trägt Jay Kay auf dem Cover des Albums (und natürlich in den zugehörigen Musikvideos) nicht länger seinen charakteristischen Federhut. Dieser wurde gegen ein elektrisches, dynamisches und LED-geziertes Pendant ausgetauscht. Eine zwar simple, aber effektive Art und Weise zu zeigen, dass man in die Zukunft blickt, doch die Vergangenheit dabei nicht vergisst.

Ende des Jahres wird Automaton live zu erleben sein, die relevanten Daten findet ihr hier:

Tour:

07.11.2017 – Düsseldorf, Mitsubishi Electric Halle
13.11.2017 – Berlin, Velodrom
15.11.2017 – Wien, Wiener Stadthalle (AT)
16.11.2017 – München, Olympiahalle
18.11.2017 – Zürich, Hallenstadion (CH)

Links:

Facebook
Homepage

Alexander Mann

About author

Alexander Mann

Alexander, 21, Student. Indie, -pop, -rock, -tronic, -folk usw. Außerdem gerne vieles weiteres von Hip-Hop bis Metal.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.