Palace – 24.03.2017 – Köln, Artheater

Am Freitag den 24.3. beehrten mit Palace und Island direkt zwei Londoner Bands des Labels Beatnik Creative das Kölner Artheater und sorgten für eine perfekte Abendgestaltung. Palace ist ein musikalisches Quartett, bestehend aus Sänger und Gitarrist Leo Wyndham, Schlagzeuger Matt Hodges, Gitarrist Rupert Turner und Bassist Will Dorey. Letzterer ist dem ein oder anderen vielleicht durch sein Soloprojekt Skinshape ein Begriff. Die Musik von Palace ist am ehesten als Indierock zu beschreiben, der sich von vielfältigen musikalischen Einflüssen nährt. Kennzeichnend für den Sound der Band sind besonders am Blues orientierte Gitarrenläufe, treibende Drums und eine poppige Eingängigkeit, welche die Songs dennoch nie banal wirken lässt. Nach ihren beiden EP’s Chase The Light und Lost In The Night veröffentlichten die vier Musiker ihr Debutalbum So Long Forever im vergangenem November, um anschließend den neuen Langspieler auf Tour vorzustellen. Wir waren im Kölner Artheater mit dabei und wurden überzeugt: den Glanzzeiten des britischen Indies muss man nicht mehr nachtrauern!

Pünktlich um 20 Uhr begann die Vorband Island, die es mit dynamischem energiegeladenem Auftreten schnell schafften das Ehrenfelder Publikum für sich zu begeistern. Mit im Gepäck hatten Rollo Doherty, Jack Raeder, James Wolfe und Toby Richards Songs ihrer 2015er EP Girl und der im letzten Monat erschienenen EP A Place You Like.

Nachdem Island mit ihrer Musik die perfekte Einstimmung geliefert hatten, betraten Palace gegen 21 Uhr die Bühne. Das Konzert in Köln war innerhalb der Europatour die erste Show in Deutschland. Einige Fans hatten die Band schon auf dem Way Back When Festival in Dortmund im vergangenem Oktober sehen dürfen und konnten sich mit dem Konzert in Köln dann auf eine ausgiebigere Setlist freuen, in der die Band sowohl Material der beiden EP’s als auch Songs des Debutalbums präsentierte. Palace gelang es, wie bei ihren Aufnahmen, den Spagat zwischen ihren bluesig langsamen Nummern wie “Veins” oder den eher schnelleren Songs wie “So Long Forever” zu meistern, ohne dabei an Authentizität einzubüßen.

Insgesamt gab es an diesem Freitagabend eine homogene Show, die immer wieder zum Tanzen und Mitsingen einlud. Die Band schafft es in ihrem Repertoire wie vielleicht keine andere Newcomer Band mit einem nostalgisch klingenden Sound und dennoch innovativen Klängen dem Indie neues Leben einzuhauchen. Nach gut 90 Minuten und einer Zugabe war das Konzert vorbei. Viele Fans fanden nach der Show noch am Merchandise-Stand die Möglichkeit mit der Band zu sprechen, die sich als sympathisch und publikumsbezogen zeigte.

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Maria Starfeld

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