Temples – Volcano

Vor gut drei Jahren erschien das Debüt “Sun Structures” der britischen Truppe Temples in den Plattenläden. Plötzlich war da eine Band, die modernen Indie und klassische Psychedelic-Rock-Elemente zusammenfügte und daraus einen außerordentlich guten Sound fabrizierte. Das britische Quartett kam vor allem bei vielen Kennern der Szene, wie Noel Gallagher, hervorragend an.

Umso schwerer ist es natürlich jetzt einen würdigen Nachfolger zu finden, der dem Erstlingswerk gerecht wird. Eins kann schon mal gesagt werden: Aus den Burschen sind nun selbstbewusste Kerle geworden, die genau wissen was sie wollen. Schon die erste Single “Certainty” lies hoffen, dass “Volcano” sicherlich kein Fehlgriff wird. Die Single ist zugleich passend als Intro des zweiten Albums. Definitiv ein souveräner Einstieg ins Album.

Weiter geht es mit epischen Synthiewellen in “All Join In”, bis schließlich die sanfte Stimme von James Bagshaw einsetzt. Die Instrumentierung wirkt im Vergleich zu “Sun Structures” doch üppiger, es wird mehr experimentiert. “(I want to be your) Mirror” zeigt dann auf einmal die poppige Variante der Temples, wobei auch hier der Synthie nicht fehlen darf.

“Oh The Saviour” fällt etwas aus dem Schema heraus und bietet eher klassische 60s-Melodien. Zum Song “Burn Into The Sunset” passt am besten ein entspannter Strandspaziergang in Kalifornien. Das ein oder andere Merkmal aus dem amerikanischen Beachsound lässt sich in dem Track durchaus wiederfinden.

Ähnlich wie Noel Gallagher stolz auf die Debütplatte der Temples war, dürfte sich nun Kevin Parker zu ihrem zweiten Album hingezogen fühlen. Das Mastermind hinter Tame Impala findet sich immerhin auch in dem ein oder anderen Song wieder, vor allem da seine Truppe sich zunehmend der Popmusik nähert.

Auf “Celebration” und “Open Air” lassen es die Temples nochmal richtig krachen. Beide Songs sind sicherlich Highlights von “Volcano”. Astreine Instrumentierung trifft dabei auf einen Stimmungsvollen Bagshaw. Eine Kombination, die vor allem “Celebration” fast schon zu einer Hymne werden lässt.

Raus geht es mit dem euphorischen Outro “Strange Or Be Forgotten”. Die zweite Singleauskopplung der Platte machte schon vor einigen Wochen einen guten Eindruck und wirkt auch im Albumkontext perfekt aufgehoben und nicht wie ein Fremdkörper. Für die zweite Single stand das Quartett auch vor und hinter der Kamera, um dem guten Song ein sehenswertes Video zu geben.

“Volcano” ist also durchaus ein würdiger Nachfolger für “Sun Structures”. Vielmehr haben sich die Jungs sogar wesentlich weiterentwickelt und ein paar Ideen des Debüts verbessert. Mit “Volcano” gehen die Temples glücklicherweise auch auf Deutschlandtour und schauen dabei in folgenden Orten vorbei:

07.04.17 – Köln – Gebäude 9
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08.04.17 – München – Strom
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10.04.17 – Berlin – Festsaal Kreuzberg
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11.04.17 – Hamburg – Knust
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Bildquelle: Pressefreigabe

Daniel Guggeis

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