Auf Tour: The Amazons

Musik und Literatur gehen nicht selten Hand in Hand. Zahllose Songs wurden von Büchern und ihren Verfassern inspiriert, aber auch ganze Band- und Künstlernamen. So wird vermutet, dass Bob Dylan den walisischen Poeten Dylan Thomas zu ehren gedenkt, während Moby sein Pseudonym der angenommenen Verwandtschaft mit „Moby Dick“-Autor Herman Melville zu verdanken hat.

Ähnlich lief es bei The Amazons. Deren Taufe ist Sänger und Gitarrist Matt Thomson geschuldet, der frei nach dem Motto „Je atypischer, desto besser“ nach einem treffenden Bandnamen suchte. Dabei stieß er inmitten seiner literarischen Besitztümer auf „Swallows and Amazons“, dem ersten Teil einer Kinderbuchreihe von Arthur Ransome.

Jeglicher Kinderbuchbezug findet hier allerdings ein schnelles Ende. Der Rock der vier Jungs aus Reading ist dynamisch, eindringlich und oftmals düster. In ihrem Heimatland gelang es ihnen bereits, verschiedenste Radiosender von sich zu überzeugen, darunter auch BBC Radio 1.

Thomson und seine Bandkollegen Chris Alderton (Gitarre), Elliot Briggs (Bass) und Joe Emmett (Schlagzeug) machten zum ersten Mal auf sich aufmerksam, als sie die Demoversion ihres Songs „Something In The Water“ bei SoundCloud hochluden. Wenig später begleiteten sie The Kooks auf deren Europatour und spielten bereits vor bis zu 7.000 Menschen.

Die Anfangzwanziger verbinden ihre früheren Einflüsse (Rage Against The Machine, Nirvana, Led Zeppelin) geschickt mit aktuellen Prägungen (etwa durch Foals) und lassen dadurch ihren eigenen, vielversprechenden Sound entstehen.

Im Februar kommen The Amazons für drei Konzerte nach Deutschland. Für alle Neugierigen besteht dann die optimale Möglichkeit herauszufinden, was The Amazons tatsächlich hergeben. Hingehen wird wärmstens empfohlen, denn es gibt keinen triftigen Grund warum die Begeisterung, die den Herren in ihrer britischen Heimat entgegenschlägt nicht auch hierzulande Nährboden finden sollte.

The Amazons auf Tour:

21.02.2017 – München, Unter Deck
24.02.2017 – Rees-Haldern, Haldern Pop Bar
25.02.2017 – Berlin, Musik & Frieden

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Foto: Dan Harris

Ariane Seidl

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Ariane Seidl

Irgendwer zwischen Milhouse und Zoidberg. Körperklaus aus Leidenschaft, Hai-Fangirl aus Überzeugung.

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