Cody McFadyen – Die Stille vor dem Tod

Cody McFadyen ist ein bekannter amerikanischer Bestsellerautor, der 1968 in Texas geboren wurde. Mit seinem ersten Buch Die Blutlinie wurde er über Nacht bekannt. In Deutschland hat er eine treue Fangemeinde, die lange auf die ersehnte Fortsetzung seiner Thriller-Reihe um Smoky Barrett gewartet hat.

Sein neues Werk Die Stille vor dem Tod ist der fünfte Teil der Smoky-Reihe. Das Werk ist noch grausamer und detailreicher als Cody McFadyens bisherige Bücher, bleibt dabei jedoch ähnlich spannend – sofern die Spannung hier nicht sogar die Grausamkeit übertrifft.

Schon zu Beginn des Buches wird ein Unterschied zu Cody McFadyens bisherigen Werken deutlich. Es beginnt mit der Agentin Smoky Barrett, nur dass dieses Mal ihre Gedanken- und Gefühlswelt in den Fokus rückt. Ihre Entwicklung ist menschlicher geworden, was sich stark in der Art der Geschichte widerspiegelt.

Anfangs verläuft das Buch etwas zäh, aber schon nach kurzer Zeit überzeugt die neue Art des Schreibens von McFadyen und der Leser taucht in die Welt von Smoky Barrett ein. Eine Welt von unsagbar Bösem, denn das hat sich nicht geändert. Und wir dürfen Smoky ein weiteres Mal im Kampf gegen die menschliche Dunkelheit begleiten.

Das Buch selbst

Cody McFadyen führt den Leser direkt zu Anfang in das Geschehen ein. Der Tatort wird durch die Augen von Smoky Barrett erlebt und mit einer kurzen Rückblende zu ihrem aller ersten Mordopfer werden wir in das neue Geschehen eingeführt. Drei Familien in der selben Straße die komplett ausgelöscht wurden. Und eine Botschaft, die an Smoky selbst gerichtet ist. Smokys Zusammenarbeit mit ihrem Team frischt die Erinnerungen der Leser an die Charaktere wieder auf und vertieft diese durch weitere Anekdoten.

Durch den Start des Buches am Tatort befindet der Leser sich gleich in der von Cody McFadyen gewohnten Atmosphäre. Der Nervenkitzel begleitet uns auch hier wieder. Manche Passagen sind vielleicht etwas langatmig, gerade an Stellen an denen sehr viel Spannung aufgebaut wird. McFadyen schreibt wie auch in seinen bisherigen Werken klar und direkt, dabei schreckt er nicht vor den Abgründen und dem brutalen Auftreten der Menschheit zurück.

Hier die altbekannten Figuren wiederzutreffen vermittelt ein Gefühl von trügerischer Sicherheit.

Fazit

Ein sehr empfehlenswertes Buch für alle, die sich darauf einlassen können, dass sich der Stil Cody McFadyens etwas geändert hat und  nun näher an den Ermittlern selbst anknüpft. Um genauer zu sein: An Smoky selbst.

Das Buch ist nicht nur empfehlenswert für die Fans von Cody McFadyen, sondern auch für alle begeisterten Thrillerleser, besonders für diejenigen, die eine detaillierte Schilderung von Brutalität reizt und die den Nervenkitzel beim Lesen mögen.

Die gesamte Smoky Barrett Reihe (Die Blutlinie, Der Todeskünstler, Das Böse in uns, Ausgelöscht) erhält eine absolute Leseempfehlung, besonders in der kalten Jahreszeit, in der die Welt der Bücher noch reizvoller ist.


Diese Rezension ist im Rahmen einer Kooperation mit Schülerinnen und Schülern des Bildungsgangs Buchhandel am Joseph-DuMont-Berufskolleg Köln (JDBK-Köln) entstanden.


Cody McFadyen: Die Stille vor dem Tod. Thriller. Bastei Lübbe, Hardcover. 478 Seiten, 22,90 Euro.

Carina Rettig

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