B-Seite – Hip-Hop-Tag im Kult 41, Bonn

Bonn lebt und liebt Hip-Hop. Endlich wieder, könnte man meinen, ist die Szene doch immer weiter ausgestorben in der ehemaligen Bundeshauptstadt.

Eine Handvoll junger Bonner und Bonnerinnen wollten das nicht auf sich sitzen lassen und haben einfach mal beschlossen, als sie stoned in „Straight outta Compton“ saßen, dass sie das auch können.

So schmiedeten Nick, David, Deborah, Semjon, Patrick, Henning, Knut und Nico kurzerhand Pläne und veranstalteten am 13. Mai diesen Jahres die erste B-Seite. Was klein und mit wenigen Leuten anfing, entwickelte sich schnell zum Geheimtipp – auch unter Musikern.

So fand am 10. September im Kult 41 die dritte B-Seite statt. Auf dem kleinen, aber feinen Gelände konnte man in der Graffiti Corner den Künstlern beim Sprayen zusehen, wirklich preiswertes Streeetfood von Beefmaster Hassan absahnen oder sich in der Beatbude im Innenraum das Open Mic schnappen und selbst versuchen ein paar Lines zu spitten. Das Extra-Gimmick war der alte, vollgestickerte Bus, in dem man Super Mario Kart auf der Nintendo zocken konnte.

Natürlich gab es auch zwei Acts, die den späten Nachmittag abrundeten – und die sind nicht mal so unbekannt. Juse Ju und Fleur Earth gaben sich die Ehre.

Fleur Earth ist unter anderem in dem Liebesbekenntnis von TAMI zu Köln zu hören (und zu sehen) und schreibt eigene Songs wie „Abdrücken“ oder „Wo bist“.

Juse Ju sollte in der Szene aber jedem ein Begriff sein. Der Fritz- und „Don’t let the Label label you“-Moderator hat 2015 erst sein neuestes Album „Angst & Amor“ gedropt und ließ die Meute im Kult 41 feiern.

Die nächste B-Seite ist leider erst nächstes Jahr zum 7.1. angesetzt. Wer jedoch deutschen Hip-Hop feiert, nicht viel Geld für Eintritt und Bier ausgeben möchte und einfach in einer Gesellschaft auf Augenhöhe abhängen will, sollte sich das Event keinesfalls entgehen lassen. Ganz nach dem Motto: Whack bleibt, wer weg bleibt.

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Juse Ju

Fleur Earth

Jonas Berger

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Jonas Berger

Normalerweise findet man mich im Windschatten eines randalierenden Mittzwanzigers,der nichts besseres zu tun hat als Einhörner mit selbstgeschnitzten Speeren zu jagen.

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