Videopremiere: Douglas Dare – ,,Oh Father”

Douglas Dare gilt als einer der theatralischeren Genossen der aktuellen Musikszene, ausgestattet mit einer wunderbar klaren Stimme, die stetig von Pianopassagen begleitet und mit elektronischen Sounds aufgewogen wird. Was er kreirt, lässt in der experimentellen Inszenierung Vergleiche zu Patrick Wolf zu und liefert melancholische Anklänge, die von Größen wie Radiohead und Björk in ähnlichen Variationen aufgezogen wurden.

Am 14.10. erscheint sein neues Album Aforger, das unter Erased Tapes veröffentlicht wird und schon heute präsentieren wir die zweite Auskopplung ,,Oh Father”, die wohl einer der persönlichsten Songs ist, die er jemals schrieb und einen realen Disput mit seinem Vater thematisiert.

Das von Jeremy Carne und Nikolaus Kasinos inszenierte Musikvideo zu ,,Oh Father” beschreibt den Konflikt zwischen innerer Zerrissenheit, Vielschichtigkeit von Beziehungen und gesellschaftlichem Ausbruch auf der Suche nach Akzeptanz. Es basiert auf einer One Shot-Einstellung, die nur den Protagonisten im Zustand seiner Bewegung wiedergibt, die einerseits die Loslösung von eigenen Gedanken, als auch die Abhängigkeit von nahstehenden Personen demonstriert. Im Fokus steht ein Ungleichgewicht der eigenen Persönlichkeit und emotionalen Gedankenwelt, die immer wieder durch eine kurzzeitige Verbundenheit und das Ausbrechen im Zusammenspiel zweier Personen hervorgerufen wird, die eine starke Dynamik erzeugen.
Für Douglas Dare selbst war es wichtig, das Video so minimalistisch wie möglich zu halten, um visuell nicht zu sehr von der Bedeutung der Lyrics abzulenken – so wird das Konzept insgesamt als sehr authentisches und ehrliches Werk des Künstlers offen gelegt. Stilistische Charakteristika, wie die Farbgebung in bläulich-gefiltertem Licht, die einen industriellen, brutalistischen Gebäudekomplex einhüllt, der von etlichen Pfeilern gestützt wird und die zurückgenommene schwarze Kleidung, verstärken die vorhandene Dramatik. Ein kontrastreiches Farbschema, das ebendiese Diskrepanz wiedergibt und die Tragik des Stückes auf ästhetische Weise in sich einschließt.

Im Zuge der Erscheinung der zweiten Single-Auskopplung kündigte sich Douglas Dare außerdem als Support-Act der Wild Beasts auf ihrer Deutschland-Tour an und kann demnächst in drei deutschen Großstädten auf seine Live-Tauglichkeit geprüft werden, die mit seinem zweiten Studioalbum einhergeht.


Konzerttermine:

24.09. Hamburg – Reeperbahn Festival (Erased Tapes Abend)
16.10. Köln – Luxor
19.10. Berlin – Berghain Kantine

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Denise Schmid

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