Bear’s Den – Red Earth & Pouring Rain

Auf ihrem zweiten Album machen Bear’s Den vieles anders – aber immer noch alles richtig

Bear’s Den sind eine dieser Indiebands, die keine zehn Jahre und vier Alben brauchen, um einen gewissen Bekanntheitsgrad zu erreichen. Schon ihr Debütalbum, Islands, brachte ihre Musik nicht nur zu Liebhabern, sondern bis in den Mainstream. Allem voran kam jedoch die EP Without/Within mit dem bis heute erfolgreichsten Song der Band, „Sophie“.

Vor knapp einem Monat ist also der Nachfolger zu Islands erschienen, welcher den poetischen Namen Red Earth & Pouring Rain trägt. Was beim Hören sofort auffällt, ist, dass es so gut wie keine akustischen Lieder auf der zweiten LP zu hören gibt – was erstaunlich ist, da der Vorgänger auf diesen basierte. Das hat vermutlich zu einem Großteil mit dem Ausscheiden Joey Haynes‘ zu tun, da stilistische Entwicklungen wie diese normalerweise langsamer vonstattengehen. Die markantesten Lieder des Albums, unter anderem der Titelsong, „Emeralds“ und die Single „Auld Wives“ kommen wesentlich schneller daher als gewohnt, mit einer melodischen Mischung aus E-Gitarre und Synthesizer.

Eine weitere auffällige Neuerung ist das fehlende Banjo, welches den älteren Songs trotz der teilweise bedrückenden Texte immer eine gewisse Leichtigkeit verlieh. Solche Änderungen waren natürlich zu erwarten, immerhin hat mit Haynes ein wichtiger Teil der Band ebenjene Anfang des Jahres verlassen. Zum neuen, rockigeren und elektronischeren Stil des Duos würde ein Banjo aber ohnehin nicht mehr passen.

Auch die langsameren Lieder des Albums tragen kein akustisches Gewand mehr, sondern bedienen sich ebenfalls hauptsächlich der E-Gitarre, wie etwa „Roses On A Breeze“. Von der Band Bear’s Den, wie man sie von ihrem Debütalbum kennt ist hier nicht mehr allzu viel zu erkennen. Doch selbst zu zweit verstehen sie es immer noch, melodische, emotionale Songs zu schreiben, auch wenn diese nun längst nicht mehr folkig, sondern fast schon rockig klingen.

Red Earth & Pouring Rain war gewiss kein leichtes Album für eine Band, die eine grundlegende Veränderung durchgemacht hat. Nichtsdestotrotz ist es ein Werk voller mitreißender Songs, das einen entscheidenden Punkt in der noch jungen Karriere von Bear’s Den markiert.

 

Facebook: www.facebook.com/bearsdenmusic
Homepage: www.bearsdenmusic.co.uk

Alexander Mann

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Alexander Mann

Alexander, 21, Student. Indie, -pop, -rock, -tronic, -folk usw. Außerdem gerne vieles weiteres von Hip-Hop bis Metal.

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