Band of Horses – 20.06.2016 – Köln, Gloria

Der Montagabend im Gloria fing enttäuschender an, als ich es mir gedacht hätte, da das Konzert eine halbe Stunde später begann als angekündigt. Als dann endlich Ben Bridwell mit seinen vier Mitstreitern die Bühne betrat, sich absolut sympathisch mit einem “We’re Band o’ Horses!” vorstellte und mitteilte, dass sie heute etwas länger spielen würden, war diese Unannehmlichkeit auch schon wieder vergessen. Zum Leidwesen des Publikums stellte sich dann jedoch schnell heraus, dass der Sound alles andere als gut abgemischt war. Der Setopener “Dull Times” klang so knarzend und rauschend, dass man sich ein schnelles Ende des Songs wünschte. Glücklicherweise war das Soundproblem nur wirklich störend, wenn drei Gitarren gleichzeitig bespielt wurden; waren es nur zwei oder bloß eine, war der Sound wesentlich besser. Außerdem gewöhnte man sich im Laufe des Konzertes daran und so konnte man das Ganze durchaus noch genießen.

Aber kommen wir zu den positiven Dingen des Abends: zuerst einmal wäre da die Setlist zu nennen, die absolut spitze war und so gut wie keine Wünsche offenließ. Besonders das neue Material wurde vom Publikum sehr gut aufgenommen, womit wir beim zweiten Pluspunkt wären: die Fans waren allesamt super aufgelegt, ebenso wie die Band, was für eine Bombenstimmung sorgte. Zwischendurch übergab Bridwell dann auch mal das Wort an Gitarristen Tyler Ramsey, der den von ihm geschriebenen Song Country Teen sang, der auf Why Are You OK, dem neuen Album der Band of Horses, zu finden ist.

Die fünf Herren aus Seattle kamen unglaublich sympathisch und bodenständig rüber, was sich zum Beispiel in ihrer Version einer “Zugabe” zeigte: nach anderthalb Stunden kündigte Bridwell eine kleine Pause an – “if you wanna smoke or take a piss” – und spielten dann nicht mal zehn Minuten später noch etwa eine halbe Stunde lang ein paar ihrer besten Lieder. Gekrönt wurde alles dann natürlich mit der Performance von “The Funeral”, die eine absolute Punktlandung war.

Alles in Allem hat sich der Abend also mehr als gelohnt, denn durch die Länge des Konzertes, die Liebenswürdigkeit der Band und nicht zuletzt deren überzeugende Performance war der Auftritt trotz dem unterdurchschnittlichen Sound ein voller Erfolg. Wenn sich euch beim nächsten Mal die Gelegenheit bietet, Band of Horses zu sehen, solltet ihr sie ergreifen!

Facebook: www.facebook.com/bandofhorses
Homepage: bandofhorses.com

Foto: Andrew Stuart

Alexander Mann

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Alexander Mann

Alexander, 21, Student. Indie, -pop, -rock, -tronic, -folk usw. Außerdem gerne vieles weiteres von Hip-Hop bis Metal.

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