Pari Pari – Bonjour la résistance

Dass Pop-Punk und die romantisch-französische Sprache wie die Faust aufs Auge zusammenpassen können, wissen wir hierzulande spätestens seit Bonaparte und ihren ausdrucksstarken Liveperformances. Bei Pari Pari vermischt sich Englisch aber nicht mit anderen Sprachen, es wird konsequent auf Französisch gesungen. Oder wahlweise gegrölt. Dabei geht es demokratisch zu: das Trio spricht zu gleichen Teilen ins Mikrophon und funktioniert vor allem als Einheit.

Ihrer aktuellen EP „Bonjour la résistance“ kommt diese Gleichberechtigung zugute. Direkt im Opener „Alors alors alors“, in dem genau diese Wortwiederholung im Vordergrund steht, dreschen Gitarre, Drums und Bass gleichermaßen drauf los. Diese Dynamik nimmt in knapp 16 Minuten auch nicht ab. „Prolétaires de tours le play“ oder „Parlez-vous Saint Tropez?“ hetzen nur so durch das knackige Programm. Und auch das weniger hektische „C’est chic être contre“ lässt keine Atempause zu.

Pari Pari zeigen sich am liebesten stereotypisch, posieren in identischen rot-weißen Outfits mit Baskenmützen und Baguettes. Das deutsch-französische Trio sucht sich sein Image scheinbar lieber gleich selbst aus und trällert ganz nebenbei über Ungerechtigkeit und das Proletariat.

In ihren Musikvideos hüpfen sie im Rhythmus mit den Instrumenten in der Hand, die Stücke sind allesamt live eingespielt. Und dass Pari Pari auch auf ihren Konzert ensprechend Gas geben glaubt man ihnen sofort. Ob sie dabei wie Bonaparte Gebäck ins Publikum werfen bleibt ihnen überlassen. Ihre Songs sind live aber wahrscheinlich genauso schmackhaft.

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Lena Zschirpe

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