Golf – Playa Holz

Golf – für eine Band mit einem Namen, der im World Wide Web quasi unmöglich zu  finden ist, haben sie doch schon einiges geschafft, das andere junge Bands nie erreichen. Ausverkaufte Venues und etliche Leute, die draußen warten sind da bloß die Spitze des Eisbergs, weiter unter findet man gemeinsames Musikmachen mit Dagobert und Shows in Südostasien. Um jedem dann die Möglichkeit zu geben, die Internetpräsenz der Kölner doch noch zu finden sind die Links zu Facebook- und Homepage übrigens am Ende angegeben! Dort findet man allerdings auch mit mittlerweile über 3300 Likes unter Bildern immer noch hauptsächlich Kommentare von Golf-Fanseiten, die sich für den gleichnamigen Sport interessieren und versuchen, hier ein Wenig Promo zu machen. Naja, damit hat wohl jeder zu kämpfen…

Aber kommen wir zum Album: Mit Playa Holz trägt es einen interessanten, leicht abgedrehten Namen, aber das gehört bei Golf zum Programm – man findet quasi nirgendwo etwas, das nicht leicht von der Norm abweicht. Leider kommt das nur oft ein Wenig gezwungen, beziehungsweise wenig kreativ rüber und man bekommt den Eindruck, dass dieses Anders-sein sehr geplant ist. Ob es ein Lied mit dem Namen „Macaulay Culkin“ ist, in dem der ehemalige Kinderstar als Symbol fürs nicht-verstanden-werden verwendet wird, oder eine Roboterstimme im Opener „Viel“, die als Gegengewicht zur Musik fungiert. Irgendwie ein Bisschen vorhersehbar, dass die Jugend darauf abfährt, viel Tiefe wird aber nicht gezeigt. Sehr schade eigentlich, denn die Melodien und vielseitig verwendeten Instrumente zeigen schnell, dass die vier Jungs durchaus Talent haben. Ein eigenständiger Mix aus vielen unterschiedlichen Einflüssen, die von der J.Lo der 2000er Jahre bis zu den frühen Werken von Phoenix reichen (tatsächlich, man würde es kaum glauben: achtet man darauf, könnten die Gitarrenmelodien durchaus von ihrem Debut United stammen).

Im Endeffekt kann man sich Golf sehr gut anhören wenn man sich mit ihren Texten identifizieren kann. Wenn dem jedoch nicht so ist, fällt es eher schwer, die Band komplett ernst zu nehmen.

Facebook: www.facebook.com/golfgolfgolfgolf
Homepage: www.golfgolfgolfgolf.de

Alexander Mann

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Alexander Mann

Alexander, 21, Student. Indie, -pop, -rock, -tronic, -folk usw. Außerdem gerne vieles weiteres von Hip-Hop bis Metal.

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