Elena – Elena

Was tut man, wenn der große Bruder bereits im Alter von 12 Jahren seinen ersten Plattenvertrag unterschreibt und dann einige Jahre später als ein Rebell an der Geige die klassische Musikszene aufgewirbelt und man selbst musikalisch begabt ist? Entweder steckt man den Kopf in den Sand und gibt, auf bevor man es versucht hat – oder man entwickelt seinen eigenen Stil und geht seinen eigenen Weg.
Und ja, wir sprechen hier von David Garrett’s Schwester.

Dieser Weg brauchte allerdings seine Zeit. Auf Anraten der Gesangslehrerin absolvierte Elena ein Jazz Studium und parallel dazu absolvierte sie ein Bachelorstudium in Kulturwissenschaften. Allerdings merkte Elena bereits während des Studiums, dass aus ihr wohl niemals eine „richtige“ Jazzsängerin werden würde. Da sie immer noch nicht wusste, was sie machen will, zog sie nach Hamburg und machte ihren Master in Kulturmanagement. Nachdem Abschluss vertraute sie ihrem Bauchgefühl, nahm ihre Ersparnisse und produzierte in Eigenregie ihre eigene EP. Dank dieser wurde erst ein Label und anschließend der Produzent Kraans de Lutin (der unter anderem bereits mit Tim Bendzko und Flo Mega arbeitete) auf die talentierte und zielstrebige junge Frau aufmerksam. Elena hat das Glück und kann ihre eigenen Vorstellungen bei der Umsetzung der Songs bis ins kleinste Details mit einbringen.

Am 13.05. erschien das Debütalbum „Elena“ (der Name bedeutet „Sonnenkind“). Seinem Album den eigenen Namen zu geben, ist ein persönliches Statement. Es ist gleichermaßen stark wie verletzlich, da man sich nicht hinter einer Fassade aus Worten verstecken kann. Und so sind auch die Songs. Das Album ist vielseitig und abwechslungsreich. Es ist erfrischend anders. Bei mehreren Songs spürt man den Einfluss der Jazzausbildung – z.B. bei „Die Suche“. Dann gibt es Songs wie zum Beispiel „Flugmodus“ in dem es darum geht einfach mal der ständigen Erreichbarkeit der heutigen Gesellschaft zu entfliehen und sich Zeit für sich selbst zu nehmen. Insgesamt befinden sich 13 kraftvolle Songs auf dem Album und zusätzlich ein Remix von „Flugmodus“ als Bonus. Bei zwei Songs hat Elena sich Unterstützung geholt. Der Rapper Curlyman unterstützt bei dem Track „Sonntag“ und Flo Mega bei dem Ohrwurm „Nie da“.

Man kann sich mit den Themen identifizieren – egal ob man 21 oder 31 ist. Ein Spagat, den nicht viele Künstler meistern. Hier gelingt er mit klugen, witzigen, charmanten und einfühlsamen Texten. Elena hat das Talent und den nötigen Biss um es im Musikbusiness weit zu bringen und das Label “Die Schwester von” abzuschütteln.

Die stärksten Songs sind „Wünsch dir etwas“ (ein Mut-mach-Song für schlechte Tage), „Irgendwann“, „Doppelt falsch“ und „Kratzer auf der Platte“.

Facebook: https://www.facebook.com/elenasingt
Homepage: www.elena-singt.de

Release Tour 2016

22.05.2016   BERLIN – Auster Club
25.05.2016   KÖLN – Studio 672
28.05.2016   HAMBURG – Mojo Jazz Café

Janina Rossmannek

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Janina Rossmannek

Nordlicht mit der Liebe zu guter Musik

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