Kyle Craft – Dolls Of Highland

Dolls Of Highland, das bezieht sich nicht etwa auf die bekannten schottischen Highlands, sondern ein Stadtteil von Shreveport, Louisiana in den USA. Hier wurde das Album aufgenommen und hier wurde auch der größte Teil des Inhalts inspiriert – Kyle Craft widmet sein Debut nach eigener Aussage Shreveport und den „Mädchen und Geistern der Stadt, die es so stark inspiriert haben“.

In der weiten, unübersichtlichen und oft sehr tristen Landschaft der Singer/Songwriter ist das Album eine interessante Abwechslung, was vor allem an Crafts Gesang festzumachen ist: meist laut, kraftvoll und klar, aber nie ohne seinen südamerikanischen Charme zu verlieren singt sich Craft von Lied zu Lied als wäre das hier nicht sein erstes sondern fünftes Album. Der Opener „Eye of a Hurricane“ ist repräsentativ für die folgenden Songs und zwar aufkratzend und flott, aber verfügt immer noch über diesen kaum greifbaren Sound, der einen schnell an klassische amerikanische Musik denken lässt – ob es das Klavier ist, die Gitarre, das Schlagzeug oder einfach eine Kombination aus all dem ist schwer zu sagen. Hört man sich aber zum Beispiel „Balmorhea“ an erkennt man sofort, dass dieser Effekt hier durch die Mundharmonika entsteht.

Unsicherheit findet man bei Kyle Craft eher nicht, stattdessen trifft man auf Dolls Of Highland einen erfrischend selbstbewussten jungen Sänger, der mit sich und seinen Erfahrungen im Reinen ist – was nicht bedeutet, dass er nicht auch ruhige Songs mit Seele spielen kann: „Trinidad Beach (Before I Ride)“ ist hierfür etwa ein Beispiel, während „Balmorhea“ eher einen Mix darstellt, mit gedrosseltem Tempo lädt es doch noch zum Tanzen ein.

Für Leute, die immer auf der Suche nach dem neuesten Singer/Songwriter oder Indie-Folk Act sind spreche ich hier meine absolute Empfehlung aus. Indem er Aspekte von beidem kombiniert hat, hat Kyle Craft mit Dolls Of Highland ein tolles, ausgeglichenes Debut geschaffen, das durch und durch einfach easy klingt.

Facebook: www.facebook.com/kylecraftmusic

Alexander Mann

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Alexander Mann

Alexander, 21, Student. Indie, -pop, -rock, -tronic, -folk usw. Außerdem gerne vieles weiteres von Hip-Hop bis Metal.

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