Sampler: Star Wars Headspace

Das Star Wars Franchise hat schon seit jeher Fan-basierte Kreativität in jeder nur erdenklichen Richtung inspiriert. Egal ob Artworks, Spiele oder Fanfiction, alles ist in den Weiten des Internets zu finden. Nun eben auch Musik: für Star Wars Headspace haben 17 Produzenten entweder alleine oder in Kollaboration Songs beigesteuert. Dabei sind unter anderen Größen wie Baauer, A-Trak, Röyksopp und Producer-Legende Rick Rubin. Alle Songs drehen sich dabei natürlich um Personen und Themen aus den Star-Wars-Filmen, in beinahe jedem findet man dabei entweder Soundeffekte (wie Darth Vaders weltberühmtes Atmen) oder Zitate (z.B. „Help me, Obi-Wan Kenobi!“) die man auf Anhieb wiedererkennt. Keine Besonderheit hierbei ist, dass man Anspielungen oder Material aus Episoden I-III kaum bis gar nicht findet. Naja, Star Wars, das ist für die Meisten nun mal in erster Linie die klassische Trilogie.

Hält man die CD in der Hand hat man natürlich erstmal Angst davor,  nur auf eine Weitere von Disneys zahllosen Werbemaschen reingefallen zu sein, dass hier einfach ein paar Namen gekauft wurden um mit einigen unkreativen Tracks noch mehr Geld zu verdienen und das Franchise allgegenwärtig zu halten. Die zweite Angst ist, dass selbst gute elektronische Lieder vielleicht einfach nicht zu Star Wars passen – immerhin hat John Williams den Filmen mit seinen klassischen Kompositionen seit jeher absolut unerreichbar seinen Stempel aufgedrückt. Beide Ängste verebben, wenn man sich die ersten paar Lieder anhört. Die Verwendung von bekannten Zitaten und Soundeffekten bringt einen gewissen Humor mit sich, letztere sind durch das futuristische Setting ideal für elektronische Musik geeignet. Außerdem haben die Produzenten am Werk sich offenbar Zeit genommen um ein gutes Ergebnis zu erreichen: selbst die Songs, die nur an gewisse Momente oder Gefühle der Story angelehnt sind schaffen ein musikalisches Bild, das in die Welt von Star Wars passt – der Titel liefert manchmal die einzige Information zum Setting.

Höhepunkte bleiben jedoch fraglos die Songs, die Elemente der Filme neu erfinden und zweckentfremden, wie zum Beispiel „Help Me!“ von GTA, die Leias ikonischen Hilferuf für ein treibendes House-Stück benutzen, Claude VonStroke und Barry Drifts „R2 Knows“, in dem aufgezählt wird, was R2-D2 alles weiß („Luke sees a little green man on Dagobah/ But R2 knows that he‘s really Master Yoda“) oder Röyksopps „Bounty Hunters“, in dem Greedos Worte an Han Solo wie Rap-Verse auf einen Beat gelegt werden. Somit ist Star Wars Headspace ein interessantes Stück Musik, das man sich als Fan des Franchise auf jeden Fall mal anhören sollte – obwohl die Compilation definitiv auch für Nicht-Fans geeignet ist!

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Alexander Mann

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Alexander Mann

Alexander, 21, Student. Indie, -pop, -rock, -tronic, -folk usw. Außerdem gerne vieles weiteres von Hip-Hop bis Metal.

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