A$AP Ferg – Always Strive And Prosper

Nach seinem gefeierten Debut-Album Trap Lord, welches A$AP Ferg einen Platz in den Top 10 der amerikanischen Albumcharts verschaffte, ist nun der Nachfolger, Always Strive And Prosper, erschienen.

Benannt wurde das Album nach dem Spruch für den die Abkürzung „A$AP“ steht, der die Mitglieder des A$AP Mob vereint. Bekannte Mitglieder sind neben Ferg selbst natürlich der verstorbene Gründer A$AP Yams und Hip-Hop Superstar A$AP Rocky. Beide haben in der Vergangenheit einen großen Einfluss auf Ferg gehabt und generell wurde ihm auch häufig nachgesagt, in Rockys Schatten zu stehen. Mit Always Strive And Prosper versucht Ferg, sich hiervon loszusagen, ein Feature mit dem internationalen Star ist nur einmal zu finden, und hier wird dieser nicht mal namentlich erwähnt, sondern zusammen mit dem A$AP Mob genannt, mit dem zusammen Ferg das Lied „Yammy Gang“ dem verstorbenen Yams widmet.

Ansonsten wird auf dem Werk featuremäßig aber nicht gespart, es sind unter anderem Songs mit Skrillex, Missy Elliot, Schoolboy Q, Rick Ross, Chris Brown und Ty Dolla $ign vorhanden. Auf der Leadsingle, „New Level“ ist außerdem Future zu hören. Hochkarätige Gäste, aber kann A$AP Ferg selbst da mithalten? Schwer zu beantworten, da das Album vor allem durchgeplant ist. Es wurden Lieder eingebaut, die eindeutig für die Charts bestimmt sind („New Level“, „Let It Bang“), außerdem der obligatorische Love-Song („I Love You“) und dann die mehreren Tracks für die „wahren“ Hip-Hop Fans (u.a. „Yammy Gang“, „Uzi Gang“, die jeweils auf Features aufbauen) – so hört sich das Album fast wie eine Compilation an. Aber Ferg weiß dennoch, auf seinen eigenen Songs nicht unterzugehen und liefert solide Parts ab, sowie meist gute Hooks. Leider gibt es jedoch keinen Song, der einem derart in Erinnerung bleibt wie die seines Freundes A$AP Rocky. Er scheint es selbst zu merken, denn von 14 Tracks sind gerade einmal vier ohne Unterstützung geblieben. Gewiss nichts Ungewöhnliches in diesem Genre, aber seine Solo-Tracks sind eben auch größtenteils die, an die man sich später nicht erinnert.

Trotzdem sollte man mit dem Album nicht zu hart sein. Alles in Allem ist Always Strive And Prosper ein gutes Ding geworden, mit dem sich A$AP Ferg erfolgreich vom restlichen A$AP Mob emanzipiert. Gänzlich auf eigenen Beinen stehen kann er noch nicht, aber er geht in die richtige Richtung, und es ist zu erwarten dass es von hier an für ihn bergauf geht.

Facebook: www.facebook.com/asapfergofficial

Alexander Mann

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Alexander Mann

Alexander, 21, Student. Indie, -pop, -rock, -tronic, -folk usw. Außerdem gerne vieles weiteres von Hip-Hop bis Metal.

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