NZCA Lines – Infinite Summer

Die Problematik bei Konzeptalben besteht darin, dass sie funktionieren müssen. Dass das, unabhängig vom Genre, möglich ist, haben Turbostaat Anfang des Jahres mit Abalonia eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Das Trio NZCA Lines um Bandleader Michael Lovett hat mit Infinite Summer ebenfalls ein Konzeptalbum veröffentlicht, welches jedoch noch einige Ecken und Kanten aufweist. Die grundsätzliche Idee des Konzepts besteht in einer Welt, welche von einem roten Riesen umkreist wird und selbst in zwei Teile unterteilt werden kann. Die eine Seite wird von einer riesigen Stadt bedeckt und lebt eher in der Vergangenheit, die andere Hälfte widmet sich dem Neuaufbau.

Musikalisch endet dieses Konzept in einer Mischung aus Indie und Electro, die aber nirgendwo richtig reinpasst. Zwar findet sich mit „Two Hearts“ auch ein Song mit Hitpotential, der aber für sich auch relativ alleine steht.

Was der Band jedoch keiner vorwerfen kann, ist ihre Experimentierfreude. Es finden sich zahllose Parts, die nicht in jedem dritten Indie-Song wiederzufinden sind. Seien es abgedrehte Synthesizer-Melodien oder dominante, fast schon oszillierende Bass-Rythmen – an Vielfalt mangelt es Infinite Summer keinesfalls.

Doch für ein Konzeptalbum fehlt es dem Werk letztendlich auch an Authentizität, wirklich in Erinnerung bleiben nur einige einzelne Songs, nicht aber das Album als Einheit.

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Lars Junker

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Lars Junker

Gründer des Ahoimag. Ganz viel Indie-Kram, gerne auch mal leise, selten auch mal laut. Vinyl-verliebt, Star Wars Fan minimal süchtig nach Kaffee.

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