RÜFÜS – 17.03.16 – Köln, Yuca

Mit dem Konzert im ausverkauften Yuca stand die letzte deutsche Station der australischen Band RÜFÜS auf ihrer Tour für das im vergangenen Monat erschienene Album Bloom an (Rezension hier!). Den Abend eröffnete um 20:00 Uhr der Bonner Mazde mit einem feinen dreiviertelstündigen Set, los ging es mit den drei Jungs aus Sidney um 21:00 Uhr. RÜFÜS gaben sich etwa 70 Minuten die Ehre und verschwanden dann zum Leidwesen des Publikums ohne Zugabe von der Bühne.

Dennoch gelang es Tyrone Lindqvist (Vocals, Keyboard, Gitarre), Jon George (Keyboard) und James Hunt (Drums) eine überaus angenehme Atmosphäre zu erzeugen, vor allem die häufige und humorvolle Interaktion mit dem Publikum durch Lindqvist gefiel – aber gut, Kölnern zu sagen, dass man ihre Stadt liebt, sichert einem ja ziemlich schnell und einfach einen Platz in deren (unseren) Herzen. Man merkte der Band aber an, dass sie das Konzert sichtlich genossen. Vom neuen Album stammte das Gros der Songs des Abends, aber auch vom Vorgänger Atlas waren einige Titel dabei. Vor allem das treibend-sommerliche „Take Me“ konnte live wesentlich mehr als auf der Platte überzeugen. Die Auswahl war stimmig, wobei die zweite Hälfte mit dem Epos „Innerbloom“, besagtem „Take Me“, „Like an Animal“ und dem letzten Song „You Were Right“ noch etwas besser ankam.

Allerdings lassen sich auch einige negative Aspekte an dem Konzert – neben der relativen Kürze – finden. Was fehlte, waren die großen Emotionen, die generell Konzerte ausmachen. Auch die Performance war nicht unbedingt mitreißend oder ansteckend. Bedenkt man dabei das Ziel der Band, mit der Musik ihres neuen Albums Bloom Augenblicke schaffen zu wollen, „die sich nicht wiederholen lassen“, war das Konzert dann aber zu zahm und in Verbindung mit der kreierten Atmosphäre auch nicht unbedingt auf Euphorie ausgelegt. Insgesamt war das Konzert eine saubere Sache, jedoch ohne Ecken und Kanten. Was blieb, war die seichte, gute Laune eines runden Abends.

Bild: Pressefreigabe

Facebook: https://www.facebook.com/rufussounds

Philipp Lehmann

About author

Philipp Lehmann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.