Josef Salvat – Night Swim

Es ist schwer zu glauben, dass Josef Salvat die ersten 10 Jahre seines Lebens fernab von Popmusik verbracht hat. Vielmehr verbrachte der australische Sänger diese Zeit mit klassischer Musik, was wohl seiner Mutter zu verdanken ist.

Doch der Australier hat in späteren Jahren seines Lebens auch den Pop für sich entdeckt. Sein eigentlicher Weg zum Beruf des Musikers ist dennoch ein außergewöhnlicher. Nach abgeschlossenem Jurastudium in Barcelona erfasste ihn die Arbeitslosigkeit, woraufhin er zwischenzeitlich ein illegales Bed & Breakfast betrieb, um sich selbst über Wasser zu halten. Doch nach dieser Phase seines Lebens führte ihn sein Weg nach London. Daraus resultiert sein nun veröffentlichtes Debütalbum Night Swim.

Und das ist durchaus gelungen. Nun gehen bei vielen Musikmenschen beim Begriff Pop direkt die Alarmsirenen an, doch an dieser Stelle gibt es dafür keinen Grund. Zwar ist Night Dream durchaus radiotauglich, die Musik wird dadurch jedoch nicht abgwertet.

Mit Einflüssen aus Alternative und Indie bringt die Platte generell eine positive Stimmung mit, die stellenweise fast schon an Hymnen wie die von Bastille erinnert. Josef Salvat meistert sowohl die ruhigen sowie die etwas kraftvolleren Songs. Auch die elektronischen Einflüsse sorgen für eine interessante Abwechslung und vervollständigen das Gesamtbild.

Night Swim ist nicht perfekt. Doch wie oft haben wir in der Vergangenheit erlebt, dass ein perfektes Debütalbum oft den Höhepunkt einer Karriere darstellt. Josef Salvat hat noch etwas Luft nach oben, und das ist auch gut so.

Doch vor allem macht der Australier Musik, die live wohl jedem Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Über die man sich selbst und seine Probleme auch mal vergessen kann. Das Album mag zwar nicht perfekt sein, doch Josef Salvat ist die perfekte Empfehlung für jedes Festival.

 

Live:

15.03. München, Strom
16.03. Köln, Luxor
17.03. Frankfurt, Zoom

Facebook: https://www.facebook.com/JosefSalvatMusic/

Lars Junker

About author

Lars Junker

Gründer des Ahoimag. Ganz viel Indie-Kram, gerne auch mal leise, selten auch mal laut. Vinyl-verliebt, Star Wars Fan minimal süchtig nach Kaffee.

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