Tame Impala – 09.02.2016 – Köln, Palladium


Es war eines dieser Konzerte auf die man sich schon lange im Voraus freut und dann Sorge hat, dass man vielleicht zu viel erwartet und der Abend nicht so toll wird wie man sich ihn vorgestellt hat. Glücklicherweise kann ich heute beruhigt sagen, dass diese Sorge unbegründet war. Die Truppe um Kevin Parker war gut drauf, spielte souverän und auch die Vorband, Jagwar Ma, konnte mich überzeugen, auch am nächsten Tag noch einmal in ihre Musik reinzuhören. Nicht nur ihr Stil an sich gefiel mir, ihr Lied Come Save Me befand sich außerdem schon mehrmals in meinem Mix der Woche bei Spotify, und so brachten sie etwas überraschend bekanntes mit. Definitiv einer der Warm-Up Acts die mir länger im Gedächtnis bleiben werden.

Aber nun zum Wesentlichen: Tame Impala eröffneten das Konzert mit dem vielleicht besten, aber auf jeden Fall längsten Song ihres aktuellen Albums, Let It Happen, und von da an gab es kein Halten mehr. Kein Lied, das gespielt wurde wirkte unpassend oder holprig, der Sound war spitze und die visuelle Unterstützung über den Köpfen der Musiker erinnerte an den Stil von Videos wie zum Beispiel zu ‘Cause I’m A Man, was die psychedelische Musik wunderbar passend untermalte. Zuletzt genanntes Lied fand sich übrigens nicht in der Setlist wieder, was für mich persönlich zur Enttäuschung des Abends wurde. Schaut man sich aber eine Band an, die, wie Tame Impala, mit bloß drei Alben so eine kurzweilige Show spielen kann, fällt diese Enttäuschung relativ klein aus und so durften die Gäste im Palladium auch noch Klassiker wie Elephant, It’s Not Meant To Be und Feels Like We Only Go Backwards genießen.

Um Sympathiepunkte bei den Zuschauern zu sammeln ist es für eine Band immer gut zu wissen, wo sie gerade spielt und wen sie vor sich hat, und so fragte Parker zu Beginn des Konzertes, ob man nach dem langen Karnevalswochenende in Köln nicht zu kaputt für ein Konzert sei (was natürlich allgemein verneint wurde). Streiten lässt sich hingegen über die Aussage zum Schluss, dass das deutsche Publikum der Grund sei, dass Tame Impala Zugaben spielen. Falls dies nicht gerade das erste Konzert war, welches man in seinem Leben besucht hat, weiß man, dass man solche Komplimente nicht immer glauben muss. Aber ist es nicht letztendlich egal, wo man ist, solange die Musik gut ist?

Was also vom Konzert bleibt ist eine tolle Erinnerung und meine absolute Empfehlung, sich die Gruppe aus Perth anzuschauen, sollte man die Chance auf einem Festival im Sommer oder auf der nächten Tour bekommen. Es lohnt sich!

 

Foto: Pressefreigabe

Alexander Mann

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Alexander Mann

Alexander, 21, Student. Indie, -pop, -rock, -tronic, -folk usw. Außerdem gerne vieles weiteres von Hip-Hop bis Metal.

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