Man Behind Tree – Snoqualmie

Man Behind Tree zählen sicherlich zu jenen Newcomern, über die auch mal etwas verspätet berichtet werden kann. Dementsprechend kommt dieser Artikel hier ungefähr 2 Monate zu spät – so blieb aber auch mehr Zeit, das Album zu verarbeiten.

Für eine Band mit gerade mal 300 Likes bei Facebook, wirkt das erste professionell aufgenommene Album der Band ziemlich souverän. Zwar sind an einigen Stellen noch Ecken und Kanten zu hören, doch wer publiziert schon ein perfektes Debüt? Oder konkreter gefragt: Wer produziert ein perfektes Debüt und verschwindet danach nicht wieder in der Versenkung?

Die vier Berliner Musiker überzeugen vor allem durch ihren Sound. Mit einer Mischung aus Indie- und Noisepop kommt Snoqualmie teilweise recht stürmisch an – an anderer Stelle wiederrum sehr ruhig. Die dominanten Gitarrenmelodien ziehen sich durch viele der Songs und werden dabei von mehrstimmigem Gesang in den unterschiedlichsten Tonlagen begleitet. Abgerundet wird durch fast schon an Jazz erinnernde Gitarrenriffs – im Hinterkopf assoziert der aufmerksame Hörer aber wohl eher Bands wie Pavement oder die Beachboys, vielleicht aber auch Vertreter des Dreampop wie zum Beispiel Wild Nothing.

Schlussendlich ist Snoqualmie eine gelungene Platte, die viele Punkte der aktuellen musikalischen Entwicklung in der Hauptstadt reflektiert. Ohne Backgroundinfos kaum einem Land zuzuordnen– Man Behind Tree besitzen definitiv Potenzial.

 

Facebook: https://www.facebook.com/manbehindtree/?fref=ts

Homepage: http://www.manbehindtree.com/

Lars Junker

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Lars Junker

Gründer hier. Indie-Kram, gerne auch mal leise, manchmal laut. Vinyl und Kaffee.

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